Tino Polsini wird im WM-Sprint Fünfter
Tino Polsini verpasst an den Weltmeisterschaften im Orientierungslauf in Genua (Italien) eine Medaille im Sprint um sieben Sekunden. Der Gelterkinder landete am Dienstagnachmittag nach zwischenzeitlicher Führung auf dem fünften ...
Tino Polsini wird im WM-Sprint Fünfter
Tino Polsini verpasst an den Weltmeisterschaften im Orientierungslauf in Genua (Italien) eine Medaille im Sprint um sieben Sekunden. Der Gelterkinder landete am Dienstagnachmittag nach zwischenzeitlicher Führung auf dem fünften Schlussrang.
Thomas Ditzler
Sieben Sekunden haben Tino Polsini auf das Podest im Sprint-Final an der Orientierungslauf-WM gefehlt. Als amtierender Vize-Weltmeister in dieser Kategorie ging Polsini am Dienstagnachmittag in Genua (Italien) an den Start. Nach seinem WM-Debüt 2024 steht der Gelterkinder in diesem Jahr erst zum zweiten Mal bei Weltmeisterschaften im Einsatz.
Nach seinem Erfolg vor zwei Jahren und den Leistungen im Weltcup zählte der Gelterkinder auch im Vorfeld des Sprintwettbewerbs vom Dienstag zu den Mitfavoriten um Edelmetall. Dieser Rolle wurde Tino Polsini über weite Strecken des Wettkampfs auch gerecht. Auf der 4,1 Kilometer langen Laufstrecke durch die Gassen des Genueser Quartiers Sestri Ponente sah es für den 27-Jährigen im Kampf um die Medaillen lange Zeit sehr vielversprechend aus.
«Mir war wohl zu heiss»
Bei der letzten Zwischenzeit lag Polsini gar in Führung. Die Medaillen waren in Griffnähe, als ihm auf dem letzten Streckenabschnitt die Fehler unterliefen, die ihn im Klassement hinter die Podestplätze warfen. «Bis kurz vor Schluss war mein Wettkampf sehr gut», sagte Polsini im anschliessenden SRF-Interview.
Der Wettkampf sei sehr herausfordernd gewesen, weshalb er nicht zu viel riskieren wollte. «Zum Ende des Rennens war mir dennoch wohl etwas zu heiss», so Polsini mit Blick auf die feucht-schwülen Bedingungen in Italien. So habe er sich zu «komischen Entscheidungen» verleiten lassen, so Tino Polsini weiter. Das Malheur habe letztendlich wohl den Ausschlag dafür gegeben, dass es für den Gelterkinder nicht für eine Medaille gereicht hat. Nach den 23 absolvierten Posten landete Polsini ausserhalb der Podestplätze.
Ein Sperrgebiet auf dem letzten Streckenabschnitt wurde ihm beim Kartenlesen zum Verhängnis. «Ich wollte eine mögliche Disqualifikation auf jeden Fall verhindern.» Beim Umlaufen der besagten Sperrzone habe er zweimal Zeit eingebüsst. Auf den neuen Weltmeister Kasper Harlem Fosser aus Norwegen, der mit einer Zeit von 16:11 Minuten ins Ziel kam, verlor der Gelterkinder 25 Sekunden. Zur Bronzemedaille, die an den Finnen Heikkila ging, fehlten Polsini letztendlich sieben Sekunden.
Für den Gelterkinder ergibt sich morgen Samstag jedoch nochmals eine Chance. Dann wird Tino Polsini in der Schweizer Sprintstaffel an der Orientierungslauf-WM wiederum auf Postenjagd gehen. Im Hinblick auf dieses Rennen freue er sich auf den Wettkampf im Stadtzentrum von Genua: «Dies wird bestimmt einzigartig.» Die Bahnen an der Weltmeisterschaft seien super und auch das Schweizer Team stimme ihn zuversichtlich, so Polsini im SRF-Interview weiter: «Ich bin sehr motiviert, um in der Staffel einen richtig guten Lauf zeigen zu können.»