Der EHC Zunzgen-Sissach hat im Gruppenfinal vorgelegt: Die Oberbaselbieter siegen gegen Zuchwil in einem engen Spiel 2:1. Heute Abend treffen die Teams bereits erneut aufeinander.
Sebastian Wirz
Halbfinal und Final sind unterschiedliche Welten. Zu diesem Schluss ...
Der EHC Zunzgen-Sissach hat im Gruppenfinal vorgelegt: Die Oberbaselbieter siegen gegen Zuchwil in einem engen Spiel 2:1. Heute Abend treffen die Teams bereits erneut aufeinander.
Sebastian Wirz
Halbfinal und Final sind unterschiedliche Welten. Zu diesem Schluss kann kommen, wer das erste Spiel der Gruppenfinal-Serie des EHC Zunzgen-Sissach gegen den EHC Zuchwil Regio am Samstag und vier Tage davor die letzte Partie des Halbfinals gegen Bucheggberg gesehen hat. Beide Spiele endeten zwar mit einem Sieg der Oberbaselbieter, aber die Art, wie die Qualifikationssieger auftraten, unterschied sich diametral.
Beim EHC Bucheggberg prägten Ungenauigkeiten, Puckverluste, Fehlpässe und Missverständnisse das Spiel von Zunzgen-Sissach. Bucheggberg wusste aus diesen Unzulänglichkeiten Profit zu schlagen und 3:0 in Führung zu gehen, ohne aus dem eigenen Puckbesitz heraus besonders gefährlich zu werden. Das Heimspiel gegen Zuchwil am Samstag dagegen ging ein ganz anderes ZS an: Konzentriert an der Scheibe und zielgerichtet den Schuss aufs Tor suchend, diszipliniert bei gegnerischem Puckbesitz – der EHC Zunzgen-Sissach schien den gefährlichen Zuchwilern um jeden Preis keine Geschenke machen zu wollen. Schliesslich hatten die Solothurner in den letzten fünf Direktbegegnungen viermal gesiegt. Die ZS-Spieler zeigten keine Zaubershow, sondern einfaches Hockey, saubere Arbeit auf dem Eis.
«Wir haben heute sehr wenige Fehler gemacht, das war sehr gut von uns», sagte Noah Imhof nach dem Spiel. Der 22-Jährige, der schon im Halbfinal zwei Tore und zwei Assists verbucht hatte, zeigte erneut, wie viel auch die nominell vierte Sturmlinie zum Spiel von ZS beitragen kann. Mal für Mal brachte er die Scheibe auf das Gehäuse des starken Zuchwil-Goalies Flavio Müller, provozierte Abpraller oder Bullys in der offensiven Zone.
Imhof war es auch, der ZS mit dem frühen 1:0 in der dritten Minute auf die Siegerstrasse brachte, doch die Zuchwiler spielten ebenso geradlinig auf das Sissacher Tor, wo ein starker Michele Lepori wenig zuliess. Noch im ersten Drittel konnte Michael Züttel dennoch einen Abpraller zum Ausgleich für die Solothurner verwerten.
Zwei Siege gegen Zuchwil
Dass der EHC Zunzgen-Sissach Zuchwil nach dem letzten Spiel der Masterround auch im ersten Duell des Gruppenfinals besiegt, war einerseits dem Game-winning-Goal von Raoul Seiler geschuldet, der mustergültig von Silian Gyger am langen Pfosten bedient wurde und direkt abschloss. Andererseits hielt der Vorsprung, weil ZS seiner disziplinierten Linie treu blieb und Zuchwil keine Geschenke machte.
«Das war ein sehr wichtiges Spiel», sagte Imhof, der festhielt, dass «von Zuchwil etwas anderes kommt» als etwa von Bucheggberg im Halbfinal. Doch ZS kann standhalten – und will heute Abend auswärts 2:0 in Führung gehen.
TELEGRAMM
EHC Zunzgen-Sissach – EHC Zuchwil Regio 2:1 (1:1; 1:0; 0:0). Eishalle: Sissach. Zuschauer: 294. Schiedsrichter: Castegnaro, Huber. Tore: 3. Imhof (Arm) 1:0; 16. Züttel (Keller, Mühlemann) 1:1; 24. Seiler (Gyger, Hunziker) 2:1. Strafen: 6-mal 2 Minuten gegen ZS, 8-mal 2 Minuten gegen Zuchwil.
Zunzgen-Sissach: Lepori: Dietrich, Di Biase; Dörig, Gusset; Lenz, Wyser; Schneider; Hunziker, Seiler, Gyger; J. Lanz, Model, Spreyermann; Niederhauser, R. Müller, D. Müller; Bertschy, Arm, Imhof.