Saisonende für die ZS-Ladies
05.03.2026 Sport, EishockeySWHLB, Viertelfinal: DHC Lyss – EHC Zunzgen-Sissach 3:1 (1:0; 1:0; 1:1)
Die ZS-Ladies scheiden im Viertelfinal gegen Lyss aus. Die entscheidende Partie konnte mit den ersten beiden Spielen nicht mithalten, weder spielerisch noch von der Dramatik her. Dazu ging den ...
SWHLB, Viertelfinal: DHC Lyss – EHC Zunzgen-Sissach 3:1 (1:0; 1:0; 1:1)
Die ZS-Ladies scheiden im Viertelfinal gegen Lyss aus. Die entscheidende Partie konnte mit den ersten beiden Spielen nicht mithalten, weder spielerisch noch von der Dramatik her. Dazu ging den Oberbaselbieterinnen viel zu früh die Luft aus.
Daniel Monnin
Die ZS-Frauen, vor einem Jahr stolze Meisterinnen der SWHLB, sind im Viertelfinal an einem Gegner gescheitert, der ihnen punkto Spielintelligenz, Effizienz und Ausgeglichenheit überlegen war. Das Play-off-Feuer, das die Oberbaselbieterinnen am Sonntag zum Sieg im Heimspiel geführt hatte, schien in Lyss bereits nach drei Minuten endgültig zu erlöschen.
Wie bereits im ersten Spiel vom vergangenen Samstag nützten die Gastgeberinnen mit dem ersten Schuss aufs Tor einen Komplettausfall im ZS-Abwehrdispositiv. Gleiches gilt für das zweite Lysser Tor zur Spielmitte. Der Shorthander zum 3:0 von Tanja Kunz, der besten Spielerin dieser Serie, war nur noch Zugabe und der Powerplay-Treffer von Noelia Rueff zehn Minuten vor Schluss läutete ein letztes, kurzes Aufbäumen ein. Den ZS-Ladies war bereits vorher, ziemlich früh sogar, die Luft ausgegangen.
Man kann das Ausscheiden der ZS-Ladies auf eine positive, aber auch eine negative Weise werten. Positiv fällt als Erstes die zweite Begegnung vom Sonntag in Sissach ins Gewicht, als die Oberbaselbieterinnen allen Widrigkeiten zum Trotz die Partie in der Verlängerung für sich entscheiden konnten. Auch das erste Viertelfinal-Spiel in Lyss bleibt – trotz der Niederlage – mehrheitlich positiv in Erinnerung, weil die ZS-Ladies innert weniger Tage den Schalter vom gemächlichen Qualifikations-Rhythmus auf Play-off-Intensität umlegen konnten.
Einige offene Fragen
Negativ summieren sich all die Unzulänglichkeiten während der fünfmonatigen Qualifikations-Phase: begonnen bei einer Art lähmendem Meisterblues, über eine Niederlagenserie von vier Spielen vor dem Jahreswechsel, die anhaltende Inkonstanz in Leistungen und Resultaten bis hin zur Trainerentlassung vier Spiele vor Ende der Qualifikation. Die ZS-Ladies haben in der Tat keine besonders gute Saison gespielt, auch wenn sie zum Schluss der Qualifikation noch auf dem 5. Rang landeten.
Wo sind die Fehler zu suchen? Gab es überhaupt Fehler, die einer bestimmten Person oder Spielerin zuzuordnen sind? Man darf getrost das ganze Team in die Bilanz einbeziehen. Es war eine Fehleinschätzung, dass das Team in etwa gleich stark sei wie vergangene Saison. Das war höchstens in zwei Play-off-Spielen und einigen, wenigen Ausreissern nach oben während der Qualifikation der Fall. Es war auch keine sonderlich weise Idee verschiedener Akteurinnen, ihre Trainingsintensität herunterzuschrauben. Die SWHLB mit der Ausgeglichenheit dieser Saison lässt keine halben Sachen zu, auch wenn die Liga weit von Professionalität entfernt ist.
Was nach dem Ausscheiden bleibt, ist eine gewisse Leere. Viele offene Fragen zur Zukunft. Wie wird das Team für die Saison 2026/27 aussehen? In welche Richtung wird die Reise der ZS-Ladies weitergehen? Wollen sie in der SWHLB mit den vier bis sechs besten Teams mithalten und ohne Umwege die Play-offs erreichen, ist Leistung gefordert. Halbheiten führen nicht ins Ziel. Wer wird das Team führen und welche Ziele werden definiert? Antworten sind in den kommenden Tagen und Wochen zu erwarten.
TELEGRAMM
DHC Lyss – EHC Zunzgen-Sissach 3:1 (1:0; 1:0; 1:1). Eisbahn: Seelandhalle. Schiedsrichter: Müller, Heiz. Tore: 3. Schüpbach (Voirol, J. Stettler) 1:0; 30. Schüpbach (Adobati) 2:0; 45. Kunz (Ausschluss J. Stettler!) 3:0; 52. N. Rueff (Jossevel/Ausschluss Hächler) 3:1. Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Lyss, 4-mal 2 Minuten gegen ZS.
Zunzgen-Sissach: Steiner; Kehl, Na. Buser; Häfelfinger, Rueff; Heinonen, Schafer; Poirrier, Bärtschi, Jossevel; Müller, Hehlen, Habegger; Stahel, Ni. Buser, Gehrig.

