Rossoneris Kampfgeist bleibt unbelohnt
11.09.2026 Sport, FussballBasler Cup, 1/16 -Final: AC Rossoneri (3. Liga) – FC Gelterkinden (2. Liga) 1:3 (0:2)
Die AC Rossoneri verliert den Sechzehntelfinal im Basler Cup nach tollem Kampf mit 1:3 – obwohl sie über weite Strecken das Spiel bestimmt. Gelterkinden ist effizienter und hat in Jannis ...
Basler Cup, 1/16 -Final: AC Rossoneri (3. Liga) – FC Gelterkinden (2. Liga) 1:3 (0:2)
Die AC Rossoneri verliert den Sechzehntelfinal im Basler Cup nach tollem Kampf mit 1:3 – obwohl sie über weite Strecken das Spiel bestimmt. Gelterkinden ist effizienter und hat in Jannis Lüthy einen überragenden Torhüter.
Heinz Degen
Stefan Zimmermann, Trainer der AC Rossoneri, entpuppt sich vor der Cup-Partie gegen das oberklassige Gelterkinden als Prophet, indem er voraussagt, es werde ein ausgeglichenes und kampfbetontes Spiel.
Auf die Frage, was ihm die Zuversicht gebe, die Überraschung zu schaffen, meint er weiter: «Wir spielen zu Hause, die neuen Spieler sind inzwischen bestens integriert und wir sind mit sieben Punkten aus drei Spielen gut in die Saison gestartet.»
Was Zimmermann weniger gefallen dürfte, ist dann der Beginn der Begegnung, denn bereits nach eineinhalb Minuten liegt sein Team in Rückstand. Die Abwehr der Gastgeber lässt sich von einem langen, vor das Tor geschlagenen Ball überraschen. Lars Lutz hat keine Mühe, das 0:1 zu erzielen. Gelterkinden setzt sofort nach und spielt eine Viertelstunde lang stark, lässt den Ball laufen und forciert das Spiel über die Flügel. So erstaunt es nicht, dass Lutz schon in der 12. Minute den Vorsprung ausbauen kann.
Erst nach diesem Fehlstart besinnen sich die Italo-Lausner auf die Taktik, die ihnen ihr Trainer mitgegeben hat: Lange Bälle auf die Aussenspieler, körperbetontes Spiel und Kampf sollten sie in die Waagschale werfen. Und plötzlich wird es eine andere Partie: Rossoneri beginnt zu dominieren und kommt zu besten Chancen. Zweimal kann ein Gelterkinder den Ball in extremis von der Torlinie klären und FCG-Torhüter Jannis Lüthy glänzt mit starken Paraden. Erstaunlich, wie sich der Zweitligist von der Spielweise der Einheimischen «anstecken» lässt und nun auch nur noch mit langen Bällen agiert. Das Spieldiktat entgleitet dem FCG zusehends, und zum Abschluss kommt er kaum noch.
«Dreifacher Lutz» entscheidend
Auch nach der Pause drängt Rossoneri – angetrieben vom starken Leandro Piras – auf den Anschlusstreffer, und dieser wird in der 53. Minute Tatsache: Riccardo Salvioli kann einen Eckball unbedrängt einköpfen. Das Spiel könnte jetzt kippen, wäre da nicht ein Lüthy in Hochform und schlussendlich ein Spielerwechsel des Gelterkinder Trainers. Bei einer der wenigen herausgespielten Aktionen kommt der Neue, Nico Geneto, an den Ball und lanciert Lutz ideal, der aus offsideverdächtiger Position mit seinem dritten Tor für die Entscheidung besorgt ist.
Die Rot-Schwarzen haben alles gegeben, schnupperten an der Überraschung, konnten aber den Lohn für ihre Bemühungen nicht einfahren. Trotzdem ist ihr Trainer nach dem Spiel stolz: «Wir haben toll gespielt und nach dem frühen Rückstand nie aufgesteckt. Ich denke, man hat, objektiv gesehen, keinen Klassenunterschied ausmachen können.» Peter Sprenger, Gelterkindens Coach, spricht von einem «Eiertanz»: «Wir wussten, was auf uns zukommt und haben gegen einen sehr starken Drittligisten gut gekämpft und solidarisch verteidigt. Das Ziel war, eine Runde weiterzukommen. Also: Ziel erreicht.»
FC Lausen scheitert im Basler Cup
vs. Auch für den zweiten Lausner Verein ist im Sechzehntelfinal des Basler Cups Endstation. Für den FC Lausen 72 endete der Basler Cup am Mittwochabend mit einem 0:2 gegen den FC Röschenz. Fabio Liechti brachte die Gastgeber in der Nachspielzeit der ersten Hälfte in Führung. Jan Steingruber entschied die Partie in der 77. Minute mit dem 2:0
TELEGRAMM
AC Rossoneri – FC Gelterkinden 1:3 (0:2).
Sportplatz: Bifang. Zuschauer: 100.
Schiedsrichter: Oezmen. Tore: 2. Lutz 0:1; 12. Lutz 0:2; 53. Salvioli 1:2; 80. Lutz 1:3.
Rossoneri: Gubser; Türkyilmaz, Rrahmani (46. Canyurt), Ates, Montemarano (68. Gestoso Fantino); Traykov (90.+2 Carboni), Branca (61. Bozkurt), Salvioli (77. Dos Reis Santos); Salvatore, Piras; Santo.
Gelterkinden: Lüthy; Weber (87. Pierer), Di Biase (46. L. Martin), P. Martin, Grieder; Wüthrich (22. Spinella), G. Vaterlaus, Binjas (72. Geneto); Dudler, Buess; Lutz.
Verwarnungen: 45. Türkyilmaz, 64. Lutz, 88. Gestoso Fantino, 88. G. Vaterlaus, 90.+1 Buess.
