Mit Robert Althaus hat die Musikgemeinschaft Oberdorf, Waldenburg, Langenbruck nicht nur einen geschätzten Musikkameraden verloren, sondern auch ein Ehrenmitglied, einen begnadeten Kornettisten sowie einen ehemaligen Vizedirigenten und Präsidenten. Bevor es zum Zusammenschluss der drei ...
Mit Robert Althaus hat die Musikgemeinschaft Oberdorf, Waldenburg, Langenbruck nicht nur einen geschätzten Musikkameraden verloren, sondern auch ein Ehrenmitglied, einen begnadeten Kornettisten sowie einen ehemaligen Vizedirigenten und Präsidenten. Bevor es zum Zusammenschluss der drei Vereine kam, war Röbi langjähriges Mitglied des Musikvereins Oberdorf. Während seiner Vereinszeit hatte er verschiedene Funktionen inne und übte diese, ganz nach seinem Naturell, gewissenhaft und ordentlich aus.
Die Nachwuchsförderung des Musikvereins lag ihm sehr am Herzen: Jahrelang bildete er Jugendliche auf Blechblasinstrumenten aus. Als Vizedirigent leitete er bei Abwesenheit des Dirigenten manche Musikprobe, Ständeli oder sonstige Anlässe. Da er ein mehr als pflichtbewusster Musikant war, gab es fast keine Generalversammlung, an der Röbi nicht wegen eines lückenlosen Probenbesuchs einen Zinnbecher oder ein Silberlöffeli erhalten hätte.
So war er auch immer zur Stelle, wenn der Dirigent nicht anwesend war. Sobald er aber als Dirigent vor dem Verein stand, fehlte sein wohlklingendes Kornett im Spiel. Er beherrschte die Kunst des Klangausgleichs und musizierte, wiederum ganz nach seinem Naturell, zurückhaltend, aber präzise, mit Betonungen und Akzenten, wo sie verlangt wurden, und das alles mit einer Leichtigkeit, die uns bis zuletzt in Staunen versetzte.
Als Präsident führte er den Musikverein Oberdorf neun Jahre lang. Während seiner Amtszeit besuchten wir zwei Eidgenössische Musikfeste: das erste in Interlaken, das zweite in Fribourg. An diesem Fest trugen wir die neue Uniform, die wir im Jahr zuvor eingeweiht hatten. Ein weiterer Grossanlass, den wir unter seinem Patronat organisiert und durchgeführt hatten.
Röbi wird uns nicht nur als grandioser Musikant, sondern auch als guter Kamerad, souveräner Vizedirigent und als besonnener Präsident in Erinnerung bleiben. Eine seiner, mir immer sehr präsenten Aussagen war: «Legt eine Hand auf die Schulter eures Musiknachbarn und fragt ihn, wie es im geht. Nicht nur musikalisch, sondern auch privat. Nehmt Anteil am Leben eurer Musikkameraden.» Leider konnten wir Röbi nicht mehr fragen, wie es ihm geht. Doch in Gedanken waren und sind wir bei ihm und seinen Hinterbliebenen.
Carmen Schneider, Musikgemeinschaft OWL
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