Basler Cup Frauen: FC Gelterkinden (3.) – FFV Basel (2.) 6:1 (2:0)
Die Frauen des FC Gelterkinden sind und bleiben eine «Cup-Macht». In der 1. Runde des Basler Cups deklassieren sie die amtierenden Cupsiegerinnen des FFV Basel diskussionslos mit 6:1 und nehmen Revanche ...
Basler Cup Frauen: FC Gelterkinden (3.) – FFV Basel (2.) 6:1 (2:0)
Die Frauen des FC Gelterkinden sind und bleiben eine «Cup-Macht». In der 1. Runde des Basler Cups deklassieren sie die amtierenden Cupsiegerinnen des FFV Basel diskussionslos mit 6:1 und nehmen Revanche für die Cupfinal-Niederlage.
Heinz Degen
Die Auslosung im Basler Cup der Frauen ergab eine spezielle und brisante Konstellation: Mit der Partie zwischen dem FFV Basel (2. Liga) und den 3.-Liga-Frauen des FC Gelterkinden kam es bereits in der ersten Runde zur Revanche des Cupfinals der vergangenen Saison. Gelterkindens Trainer Patrick Schaub nahm dies relativ gelassen auf und meinte im Vorfeld des Spiels, dass seine Spielerinnen durchaus heiss auf eine Revanche für die Niederlage im Cupfinal seien und zeigen möchten, dass sie damals nicht unbedingt das schlechtere Team gewesen seien und der Final auch zu ihren Gunsten hätte ausgehen können.
Und das Spiel am Mittwochabend – gestartet genau zum Zeitpunkt der Sonnenfinsternis – beginnen die Gelterkinderinnen dominant, so wie sie auch damals in den Cupfinal gestartet waren. Sie wirken vom Anpfiff an vifer, konzentriert und motivierter als ihre Gegnerinnen. Der Unterschied: Diesmal sind sie auch effizient, denn schon nach zehn Minuten zieht Alessia Bürgin mit einem weiten Pass, den die linke Aussenverteidigerin der Gäste unterläuft, auf und davon und schiebt cool zur frühen Führung ein. Nur zehn Minuten später ist es die omnipräsente Elodie Schaub, die auf der linken Seite ihre Gegnerinnen einmal mehr schlecht aussehen lässt und das Leder gekonnt mit rechts ins lange Eck schlenzt. Erst nach diesem zweiten Gelterkinder Treffer haben die Baslerinnen ihre ersten Offensivmomente, doch das Heimteam lässt einzig eine Doppelchance zu, bei der Mawuena Nomenyo in der 32. Minute nur die Latte trifft und Ana Mentlik ihren Nachschuss von Linde Smeek pariert sieht.
Abwehr steht und Konter sitzen
Nach der Pause haben die Gastgeberinnen wieder alles im Griff. Zwar können die Oberklassigen das Geschehen ausgeglichen gestalten, doch Gelterkinden macht die Räume im Mittelfeld eng und die Abwehr funktioniert ausgezeichnet. Nach dem frühen 3:0 (Kopfball von Captain Michelle Hunziker nach einem Eckball) spielen die Gelterkinderinnen die sich ihnen bietenden Konterchancen clever und zum Teil sehenswert zu Ende und erhöhen durch Karin Mohler und zweimal Schaub auf 6:0, ehe dem FFV Basel in der Schlussminute noch der Ehrentreffer gelingt.
Alles in allem ist es ein auch in dieser nicht erwarteten Höhe verdienter Sieg. «Es ist alles aufgegangen, genauso wie wir es besprochen haben», meinte Trainer Patrick Schaub nach dem Spiel. Und weiter: «Ich habe schon in der Garderobe gespürt, dass meine Spielerinnen fokussiert und bereit sind.» Ausserordentlich diszipliniert seien sie aufgetreten und jede habe auch die notwendigen «Extrameter» gemacht. So bleiben Gelterkindens Frauen im dritten Jahr in Folge in Cup-Spielen ungeschlagen – ausser in den Finals. Doch vielleicht ist dieser Sieg ja der Anfang einer neuen Cupgeschichte – diesmal mit Happy End.
TELEGRAMM
FC Gelterkinden – FFV Basel 6:1 (2:0).
Sportplatz: Wolfstiege. Zuschauer: 60.
Schiedsrichter: Vallepulcini. Tore: 20. Bürgin 1:0; 30. E. Schaub 2:0; 52. Hunziker 3:0; 61. E. Schaub 4:0; 67. Mohler 5:0; 72. E. Schaub 6:0; 90. Mentlik 6:1.
FC Gelterkinden: Smeenk; Profico, Köpfli, Michel, Buess; E. Schaub, Hunziker, Hubmann, Bürgin; Argenton, Liffert. Weiter eingesetzt: Suter, Mohler, Binjas, Winterberg.
Bemerkungen: Keine Verwarnungen gegen Gelterkinden, Verwarnung gegen FFV Basel: 55. Arabaci (Foulspiel). Lattentreffer FFV Basel: 32. Nomenyo, 86. Egloff.