Eagles empfangen im Cup Spitzenteam aus Winterthur
Nach dem Sieg gegen Schaffhausen dürfen sich die Unihockeyanerinnen der Waldenburg Eagles in der nächsten Cup-Runde über ein Traumlos freuen: Das Schweizer Topteam Red Ants Winterthur gastiert am Sonntag in Oberdorf.
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Eagles empfangen im Cup Spitzenteam aus Winterthur
Nach dem Sieg gegen Schaffhausen dürfen sich die Unihockeyanerinnen der Waldenburg Eagles in der nächsten Cup-Runde über ein Traumlos freuen: Das Schweizer Topteam Red Ants Winterthur gastiert am Sonntag in Oberdorf.
Thomas Ditzler
«Unser Ziel war es, wieder gegen ein Team aus der höchsten nationalen Liga, der Prime League, spielen zu können», sagt Assistenztrainer Marco Gyhr, angesprochen auf das bevorstehende Kräftemessen der Waldenburg Eagles gegen die Red Ants Winterthur. Bereits vor dem Spiel gegen Kadetten UH Schaffhausen (5:0) war für die 2.-Liga-Frauen klar: Überstehen sie diese Cup-Runde, winkt das grosse Los.
Die Red Ants Winterthur zählen seit Jahrzehnten zu den bekannten Adressen im Schweizer Frauen-Unihockey und spielen in der höchsten Spielklasse. Nachdem die Waldenburgerinnen im Cup bereits 2021 gegen Unihockey Berner Oberland (0:19) und 2022 gegen den UHC Laupen (4:19) in den Genuss eines Cup-Spiels gegen Vertreterinnen aus der Prime League gekommen sind, stehen ihnen am Sonntag (19.30 Uhr, Dreifachhalle Oberdorf) mit den Winterthurerinnen die mit elf Cup-Titeln gekrönten Rekordsiegerinnen gegenüber.
Dass die Kräfteverhältnisse vor diesem Duell klar verteilt sind, sei ihnen bewusst, sagt Gyhr: «Wir sehen die Partie als ‹Zückerli› vor dem Saisonstart.» Dieser erfolgt für die Adlerinnen dann zwei Wochen nach dem Cup-Spiel. Gegen die Red Ants, die im Sommer mächtig aufgerüstet haben und über ein mit zahlreichen Nationalspielerinnen gespicktes Kader verfügen, werde es eine Herkulesaufgabe, zu bestehen. «Schon nur ein Tor gegen die Winterthurerinnen zu schiessen, wäre für uns ein Höhepunkt», sagt Gyhr und spricht damit die klare Aussenseiterrolle der Eagles an.
Aussenseiterrolle annehmen
Die Devise lautet deshalb vielmehr, die Partie zu geniessen und sich über die Chance zu freuen, gegen ein solches Topteam antreten zu dürfen. «Tempomässig werden wir kaum mithalten können», glaubt Gyhr. Deshalb wollen sich die Oberbaselbieterinnen vielmehr darauf konzentrieren, defensiv möglichst gut zu stehen, Pässe abzufangen und Torabschlüsse zu unterbinden: «Wir sind uns bewusst, dass 80 bis 90 Prozent des Spiels in unserer Hälfte stattfinden werden.» Ergeben sich vereinzelte Chancen, gilt es, diese – wenn möglich gar mit einem Torerfolg – auszunutzen. Das Spiel soll möglichst lange offen gestaltet werden, sagt der Assistenztrainer. Auch die Mentalität werde wichtig sein: «Der Teamzusammenhalt muss stimmen. Wir müssen während der Partie positiv bleiben, auch wenn das Spiel nicht für uns laufen sollte.»
In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass Cup-Sensationen im Unihockey im Vergleich zum Fussball höchst selten sind. Erst recht, wenn die Teams wie im Beispiel der Red Ants und der Eagles drei Spielklassen trennen. Jede Spielerin müsse mit der Einstellung auf das Feld gehen, alles zu geben. «Jede gelungene Aktion, jede Ballstafette oder auch jedes Tor wird für uns ein Highlight sein. Für uns ist es eine Ehre, ein Team solchen Formats in Oberdorf empfangen zu dürfen.» Entsprechend hoffe er auch auf grosse Unterstützung von den Rängen.