Rattatouille führt zu Stabsaffäre
20.02.2026 FasnachtBuusen | Vollkornreiskörner erweisen sich als Rattenkot
Wer Trickfilme für die ganz Familie mag, dem sei Disneys «Ratatouille» wärmstens empfohlen. Darin geht es um den Ratterich Remy, der von einer Karriere als Gourmetkoch in ...
Buusen | Vollkornreiskörner erweisen sich als Rattenkot
Wer Trickfilme für die ganz Familie mag, dem sei Disneys «Ratatouille» wärmstens empfohlen. Darin geht es um den Ratterich Remy, der von einer Karriere als Gourmetkoch in Paris träumt. Durch Zufall landet Remy im Restaurant seines Idols, wo er sich mit einem Küchengehilfen verbündet und diesen heimlich zu himmlischen Kreationen anleitet.
Ob die Buusener Gmäinibreesene Naddl Jedermann mit ihrer Familie jemals einen «Ratatouille»-Familien-DVD-Abend veranstaltet hat, entzieht sich der Kenntnis des «Gurlifienggers». Was er mit Bestimmtheit sagen kann: Auf leibhaftige Ratten in einem real existierenden Restaurant ist sie ganz schlecht zu sprechen.
Im für ein mittelgrosses Vermögen aus der Gemeindekasse renovierten Restaurant Stab sind im Sommer die Ratten eingefallen. Anstatt Coq au Vin, Bœf Bourgignon oder Bouillabaisse zu zaubern, hinterliessen die Tiere lediglich Kot, der von seiner Form her als Vollkornreis durchgehen könnte, für den Verzehr jedoch eher ungeeignet ist.
Keine Wahl
Die angeekelte Wirtin reklamierte bei der Gemeinde, als ihre Verpächterin, Präsidentin Jedermann, reagierte: Das Lokal wurde geschlossen, Schädlingsbekämpfungssöldner wurden eingeflogen, Wärmebildkameras, Temperaturfühler und Bewegungsmelder installiert, Fallen ausgelegt, die Rattenschwänze verkauft, die Schlupflöcher zugemauert und die Verantwortlichen für den Baupfusch zu Schadenersatzzahlungen verknurrt.
Die Stabsaffäre kostete die Präsidentin einiges an Zeit und Nerven. Sie soll ihr angeblich noch mehr Kopfschmerzen bereitet haben als die verwehrte Regierungsrätinnenkandidatur und die Frage, ob ihr als früherer BLKB-Bankrätin im Zusammenhang mit der Radikal-Pleite Lohn und Haus weggepfändet werden könnten.
Das wünscht ihr keiner. Sollte das Schlimmste aber eintreffen, weiss der «Gurlifiengger» Rat: Den «Stab» übernehmen und die Sitzungen von VBLG, Gemeinderat, und BLKB-Stiftung, die Naddl Jedermann präsidiert, in der Beiz abhalten. Für Umsatz wäre so gesorgt. Und: Ratatouille erst auf die Speisekarte setzen, wenn sich der Staub gelegt hat – in 20 bis 30 Jahren. Frühestens.
