«Ratio» – ein «taktisches Manöver»?
31.03.2026 GelterkindenKomitee zerpflückt Alternative zum Schulhausprojekt «Campus Loggia»
vs. Die Alternative zum Schulhausprojekt «Campus Loggia», über das Gelterkinden am 26. April abstimmen wird, sorgt für Zündstoff. Die Arbeitsgemeinschaft ...
Komitee zerpflückt Alternative zum Schulhausprojekt «Campus Loggia»
vs. Die Alternative zum Schulhausprojekt «Campus Loggia», über das Gelterkinden am 26. April abstimmen wird, sorgt für Zündstoff. Die Arbeitsgemeinschaft «Ratio» hat einen Vorschlag für ein neues Primarschulhaus vorgelegt, der aufzeigen soll, dass sich ein Neubau günstiger realisieren lässt als für 11 Millionen Franken, die für das Siegerprojekt aus einem Wettbewerb veranschlagt sind.
Mit seinem Dossier – es umfasst neben dem vollständigen Raumprogramm auch die zu erwartenden Kosten, basierend auf konkreten Voranschlägen – vermag die Arbeitsgemeinschaft das Pro-Komitee nicht zu überzeugen. «Bei den Gebäudekosten liegen die beiden Projekte in einem vergleichbaren Bereich», schreibt es in seiner schriftlichen Stellungnahme zum Projekt «Ratio».
Und dies sei der zentrale Punkt: «Das Projekt ‹Ratio› ist nicht günstiger, es handelt sich lediglich um Projekte in unterschiedlichen Stadien.» Ein direkter Vergleich wäre möglich gewesen, wenn sich die Arbeitsgemeinschaft im Jahr 2023 am Wettbewerb beteiligt hätte.
«Neue Ausschreibung machen»
Mit der Vorlage eines alternativen Projekts würden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger «bewusst in die Irre geführt», so das Komitee «Zukunft Schulraum Gelterkinden» weiter. Denn ein Nein zum Projektierungskredit bedeute nicht, dass anstelle des «Campus Loggia» das Projekt «Ratio» realisiert wird, sondern, dass die gesamte Planung von Neuem beginnen müsse und die abbruchreifen Provisorien weiter genutzt werden müssten.
Aufgrund des öffentlichen Beschaffungsrechts könne der Gemeinderat nicht einfach den Auftrag an die Arbeitsgemeinschaft des Projekts «Ratio» vergeben, sondern müsste eine neue Ausschreibung machen. Dies sei zeitaufwendig und verzögere den Bau von neuem Schulraum um «mehrere Jahre».
«Beim Projekt ‹Ratio› handelt es sich somit um ein blosses taktisches Manöver im Abstimmungskampf», bilanziert das Komitee in seiner Mitteilung. Im Falle eines Erfolgs führte dies lediglich zu weiteren Verzögerungen und finanziellen Einbussen. So wären die bisher investierten Gelder in der Höhe von rund einer halben Million Franken ohne Gegenwert abzuschreiben.
