Ähnliches Angebot ist auch im Oberbaselbiet vorgesehen
Liestal bekommt auf dem Goldbrunnenareal einen Sportund Erlebnispark. In Pratteln hat das Sportamt derweil ein Outdoor-Fitnesscenter eingeweiht, wie es in ähnlicher Form auch im Oberbaselbiet entstehen soll.
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Ähnliches Angebot ist auch im Oberbaselbiet vorgesehen
Liestal bekommt auf dem Goldbrunnenareal einen Sportund Erlebnispark. In Pratteln hat das Sportamt derweil ein Outdoor-Fitnesscenter eingeweiht, wie es in ähnlicher Form auch im Oberbaselbiet entstehen soll.
Sebastian Wirz
Wer mit seinen Kindern den Tierpark «Weihermätteli» in Liestal besucht, findet unweit davon neu eine weitere Attraktion, die einen Aufenthalt wert ist: Regierungsrat Markus Eigenmann und das Sportamt haben gestern auf dem Goldbrunnenareal einen Sport- und Erlebnispark eingeweiht. In Anwesenheit des Stadtrats Thomas Eugster, von Mathieu Hersperger, dem einzigen aktiven Baselbieter Olympioniken 2026, sowie der beteiligten Unternehmen übergaben sie die Anlage der Öffentlichkeit.
Mit «Erlebnispark» wird nicht zu viel versprochen: Das Angebot, das als Zwischennutzung auf dem früheren Jugendpsychiatrie-Areal beheimatet ist, ist sehr breit. Von einem «klassischen» Tischtennis- über einen Teqball-Tisch, einen Pickleball-Court, ein Fitnesscenter in Holzschnitzeln, eine Mini-Boulderwand, einen Fitness-Zirkel, Slacklines, eine Pétanque-Bahn und einen Pumptrack bis hin zu riesigen Schachund «Mensch ärgere dich nicht»- Spielfeldern ist für Menschen jeden Alters und jeder sportlichen Ambition etwas dabei. Die Finnenbahn, die das Areal, auf dem eine Quartierplanung vorgesehen ist, und die angrenzenden Gebäude umringt, ist 350 Meter lang.
Der Freizeitpark soll bis mindestens 2030 in Betrieb sein. «Ich wünsche es der Stadt Liestal nicht, aber falls es bei der Quartierplanung Verzögerungen gibt, könnte er auch länger hier bleiben», sagte Eigenmann mit einem Lächeln in Richtung Stadtrat Eugster. Die Geräte sind so konzipiert, dass sie demontiert und an einem neuen Ort wieder aufgebaut werden können. So teilt sich die Investition, die primär durch den einmaligen Liquidationserlös der früheren Sport-Toto-Gesellschaft finanziert worden ist, ebenfalls in zwei Teile: 250 000 Franken kosteten gemäss Projektleiter Christian Saladin die Planungs-, Prüfungs- und Bodenarbeiten. Die Anlagenteile, die wiederverwertet werden sollen, hätten 340 000 Franken gekostet, sagte der stellvertretende Sportamtleiter auf Nachfrage.
Trail- und Fitnesscenter geplant
Im Anschluss zog der Tross weiter nach Pratteln, um auch bei der neuen Fitness-Anlage beim Sportplatz Hexmatt das traditionelle Band zu zerschneiden. Hier sind die Geräte von einem synthetischen Fallschutzbelag umgeben. Durch die veränderbaren Gewichte bieten sich den Nutzerinnen und Nutzern tatsächlich ähnliche Möglichkeiten wie in einem klassischen Fitnessstudio, wie Bob-Anschieber Hersperger den Anwesenden vor Augen führte.
Die Anlage in Pratteln ist aus Oberbaselbieter Perspektive deshalb spannend, weil das Sportamt eine ähnliche Anlage im oberen Kantonsteil plant. Der Standort stehe jedoch noch nicht fest. Ähnlich ist der Stand beim zweiten Versuch eines Trail-Centers im Oberbaselbiet: Saladin und Sportamtleiter Thomas Beugger sagten am Rand des Pressetermins, dass das Projekt nach dem Scheitern an der Urne in Itingen für den Moment nach hinten geschoben worden sei. Für das kommende Jahr sei eine zweite Anlage für Velofahrer aber vorgesehen – und das mit Sicherheit im Oberbaselbiet.