Neustart nach Grossbrand
09.06.2026 DiepflingenAxova feiert – das Interesse am modernen Hauptsitz ist gross
Vor vier Jahren zerstörte ein verheerender Brand die Lagerhalle der Axova bis auf die Grundmauern. Am Samstag feierte das Solartechnik-Unternehmen nun sein 15-jähriges Bestehen – und gleichzeitig die ...
Axova feiert – das Interesse am modernen Hauptsitz ist gross
Vor vier Jahren zerstörte ein verheerender Brand die Lagerhalle der Axova bis auf die Grundmauern. Am Samstag feierte das Solartechnik-Unternehmen nun sein 15-jähriges Bestehen – und gleichzeitig die Eröffnung des neuen Hauptsitzes im Oberbaselbiet.
Jo Krebs
Die Energiewende prägt das Baselbiet längst auch optisch. Photovoltaikanlagen auf den Dächern gehören mittlerweile zum vertrauten Bild. Angetrieben von neuen Gesetzen und dem Wunsch nach unabhängiger Stromversorgung, boomt die Branche. Ein etablierter Akteur in diesem Markt ist die in Diepflingen ansässige Axova, die am Samstag bei einem Tag der offenen Tür auf ihr 15-jähriges Bestehen zurückblickte.
Aus dem einstigen Kleinbetrieb ist in dieser Zeit ein mittelständisches Unternehmen mit rund 80 Angestellten gewachsen. Neben dem Hauptsitz im Baselbiet betreibt die Firma heute Filialen im aargauischen Unterkulm sowie in Zug und hat nach eigenen Angaben bereits mehr als 3000 Projekte umgesetzt.
In ihrer Ansprache vor den Gästen blickten die Geschäftsführer Andreas Meier und Filippo Presti auf die Anfänge zurück. Die Gründung sei damals «ohne starren Businessplan, dafür mit einem klaren Fokus auf höchste Qualität und Zuverlässigkeit» erfolgt, betonte Meier. Presti hob hervor, dass sie heute ein Unternehmen steuerten, das sich als Gesamtanbieter im Bereich der erneuerbaren Energien positioniert hat.
Das Spektrum reicht von klassischen Dachsanierungen über Solaranlagen und Stromspeicher bis hin zu Wärmepumpen. Auch digital geht der Betrieb mit der Zeit: Mit einer firmeneigenen App kann die Kundschaft den Baufortschritt ihrer Anlage live auf dem Smartphone mitverfolgen. Dass das Jubiläum im neuen, erst Ende 2025 bezogenen Firmengebäude gefeiert werden konnte, gleicht nach den Ereignissen der jüngeren Vergangenheit fast einem kleinen Wunder. Am 18. Juni 2022 erlebte das Unternehmen seine dunkelste Stunde. Ein Grossbrand zerstörte die komplette Lagerhalle in Diepflingen. Das Feuer vernichtete das gesamte Material sowie Teile des Fuhrparks – und das ausgerechnet in einer Phase, in der die globalen Lieferketten durch die Corona-Nachwirkungen ohnehin stark angespannt waren.
Sitzungen in der «Stube»
Doch der Betrieb stand nicht still. Innert kürzester Zeit organisierte die Geschäftsleitung provisorische Lager in Pratteln und Sissach. Sitzungen fanden in den ersten Tagen teils improvisiert in privaten Wohnzimmern statt. Nur dank der grossen Flexibilität der hoch motivierten Belegschaft und des Verständnisses der Kundschaft für unumgängliche Lieferverzögerungen konnte das Tagesgeschäft aufrechterhalten werden.
Anstatt die zerstörten Strukturen einfach am selben Ort wieder aufzubauen, entschied sich die Geschäftsführung für den Kauf der Nachbarparzelle. Damit schuf das Unternehmen den Platz für einen deutlich grösseren Neubau. Dieser bündelt nun wieder alle zentralen betrieblichen Abläufe unter einem Dach.
Mehrere Hundert Interessierte nutzten am Samstag die Gelegenheit, die neuen Räumlichkeiten zu besichtigen und sich über Techniktrends zu informieren. Für die Axova war der Tag damit mehr als ein Jubiläum. Es war der finale bauliche Schlussstrich unter das Brandereignis – und der Start in ein neues Kapitel.

