Neuer Name, gleiche Wurzeln
23.10.2026 Sissach«pg landschaften» fusioniert mit Zürcher Büro – Standort profitiert
Das Landschaftsarchitekturbüro «pg landschaften» hat sich mit der Zürcher «planikum AG» zusammengeschlossen. Der Standort Sissach bleibt bestehen und wird personell ...
«pg landschaften» fusioniert mit Zürcher Büro – Standort profitiert
Das Landschaftsarchitekturbüro «pg landschaften» hat sich mit der Zürcher «planikum AG» zusammengeschlossen. Der Standort Sissach bleibt bestehen und wird personell gestärkt. Gründer Pascal Gysin konzentriert sich künftig auf strategische Aufgaben und will weiterhin die Welt verändern.
Christian Horisberger
Zufriedenheit und Erleichterung über den Entscheid sind Pascal Gysin im Gespräch deutlich anzumerken: Sein 2004 gegründetes Landschaftsarchitekturbüro «pg landschaften» mit Sitz in Sissach hat sich mit der Zürcher Mitbewerberin «planikum AG» zusammengeschlossen. Die beiden Firmen hatten zuvor bereits zwei Jahre lang auf Projektbasis zusammengearbeitet. Die Fusion wurde im Juni rückwirkend auf Anfang dieses Jahres besiegelt. Seit einem Monat firmiert das frühere Büro «pg landschaften» unter dem Namen «planikum AG».
Der Zusammenschluss sei sowohl für sein Unternehmen als auch für seine persönlichen Ambitionen ein Gewinn, erklärt Landschaftsarchitekt Gysin: Seine Mitarbeitenden würden nicht nur weiterbeschäftigt, sondern der Standort Sissach werde durch die Rekrutierung zusätzlicher Fachkräfte auch gestärkt. Aktuell sind im Büro in der Oberen Fabrik zehn Mitarbeitende tätig. Einen Personalbestand von bis zu 15 Personen hält Gysin dort für denkbar. Heute beschäftigt die «planikum AG» an beiden Standorten insgesamt 55 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Neue Möglichkeiten
Der Standort Sissach profitiere durch die Fusion zudem von der Digitalabteilung des Zürcher Büros: «In Künstlicher Intelligenz und datenbasierter 3D-Planung gehört ‹planikum› zu den führenden Büros in der Schweiz», sagt Gysin. Dank der zusätzlichen Kompetenzen, insbesondere auch des Personals aus den Bereichen Biologie und Naturwissenschaften, ergäben sich für den Sissacher Standort Möglichkeiten, die in der bisherigen Struktur nicht bestanden hätten.
Die in Zürich domizilierte «planikum» wiederum könne durch die Fusion ihren Tätigkeitsbereich auf die Nordwestschweiz und den Jurabogen ausdehnen. Pascal Gysin, der dem «planikum»-Verwaltungsrat bereits seit zwei Jahren angehört, schwärmt: Gestärkt durch den Zusammenschluss könne man die Akquisition von Aufträgen beispielsweise in Lausanne oder Genf forcieren. «Genf ist eine sehr interessante und reiche Stadt, die ihr Geld für die Lebensqualität der Bevölkerung einsetzt.» Bei der Personalrekrutierung halte man daher Ausschau nach zweisprachigen Kandidatinnen und Kandidaten.
Wie die «planikum AG» in ihrer Mitteilung zur Fusion festhält, erachte sie das Know-how von «pg landschaften» insbesondere in der grossmassstäblichen Landschaftsarchitektur sowie in der strategisch-konzeptionellen Planung als wertvoll. Bereits bei den ersten gemeinsamen Projekten habe sich gezeigt, dass die Zusammenarbeit für beide Seiten bereichernd sei: «Die Fusion erfolgt auf Augenhöhe und bringt klaren Mehrwert für Kunden und Mitarbeitende.»
Blick nach vorne
Die Geschäftsführung des Standorts Sissach hat Pascal Gysin auf eigenen Wunsch abgegeben. Er selber werde sich verstärkt in der Projektentwicklung, im Trendscouting und in der Akquisition engagieren. Dabei dürfte ihm seine gute Vernetzung in der Branche von Nutzen sein: Gysin präsidierte unter anderem den Fachverband der Schweizer Landschaftsarchitekten.
Dem Verschwinden des Firmennamens «pg landschaften» trauert Gründer Gysin nicht nach: «Ich habe mich nie über die Firma definiert, sondern über die Menschen, mit denen ich arbeitete. Jetzt sind es mehr. Das erfüllt mich total.» In seiner neuen Rolle könne er aufgrund seiner Erfahrung und dank des zusätzlichen Know-hows durch die Fusion seine Fähigkeiten besser denn je entfalten. Deshalb kenne er keine Wehmut: «Ich schaue nach vorne, bleibe neugierig und will die Welt immer noch verändern. Dafür habe ich jetzt den längeren Hebel.»

