Neuer Anlauf nach dem Drama
03.09.2026 Sport, UnihockeyWaldenburg Eagles peilen wieder die 2. Liga an
Das Aufstiegsdrama gegen Laupen ist abgehakt, der Hunger auf die 2. Liga geblieben. Die Unihockeyaner der Waldenburg Eagles starten in einer Woche mit einem klaren Ziel in die neue 3.-Liga-Saison: Diesmal soll der Aufstieg Tatsache ...
Waldenburg Eagles peilen wieder die 2. Liga an
Das Aufstiegsdrama gegen Laupen ist abgehakt, der Hunger auf die 2. Liga geblieben. Die Unihockeyaner der Waldenburg Eagles starten in einer Woche mit einem klaren Ziel in die neue 3.-Liga-Saison: Diesmal soll der Aufstieg Tatsache werden.
Thomas Ditzler
Die vergangene Saison hat für die Grossfeld-Unihockeyaner der Waldenburg Eagles auf bittere Art und Weise geendet. Als Aufsteiger flogen die Adler in der 3. Liga ungebremst durch die Qualifikation. Ohne Niederlage qualifizierte sich das Team von Trainer Michael Spitteler für die Aufstiegs-Play-offs. Dort legten sie mit zwei Siegen vor, ehe Laupen die Serie ausglich. Und im entscheidenden fünften Spiel führten die Oberbaselbieter nach zwei Dritteln komfortabel mit 4:0, ehe dieser Vorsprung und somit auch der Aufstieg in die 2. Liga auf der Zielgeraden noch verspielt wurden.
Kurz vor dem Start in die neue 3.-Liga-Saison, die für die Eagles am Sonntag in einer Woche mit einer Heimrunde in Oberdorf beginnen wird, sei das «Laupen-Drama» längst kein Thema mehr, betont Trainer Spitteler. «Natürlich hat uns dieses Meisterschaftsende wehgetan. Wir haben in den Wochen danach aber versucht, das Geschehene aus den Köpfen zu bekommen», so Spitteler. Was geschehen ist, sei geschehen, nun gelte es, nach vorne zu blicken.
Gute Mischung im Kader
Ein Durchmarsch von der 4. in die 2. Liga wäre für die Eagles nach dem Rückzug aus der 1. Liga vor drei Jahren eine schöne Geschichte gewesen. Als Trainer könne er aber auch dem Nicht-Aufstieg Positives abgewinnen. «Eine weitere 3.-Liga-Saison ermöglicht es uns, mehr U21-Spieler ins Team zu integrieren.» Hinsichtlich des Teamumbruchs, der in den kommenden Jahren anstehen dürfte, sei man damit für die Zukunft besser aufgestellt. «Wir müssen für diesen Umbruch gerüstet sein. So haben wir die Möglichkeit, die jungen Spieler schrittweise an das Leistungsniveau der Arrivierten heranzuführen», sagt Spitteler. Dass er auch in der neuen Saison auf Routiniers wie unter anderem Jan Hänggi, Dale Infanger oder Simon Werthmüller im Kader zurückgreifen kann, stimme den Trainer zuversichtlich. Zum Kader stossen neu vier ehemalige Spieler aus der eigenen U21 und weitere Spieler aus dem Förderkader. «Wir haben eine gute Mischung», so der Trainer.
Während das Team mit 120 geschossenen Toren aus 14 Partien in der letztjährigen Qualifikation bereits eindrücklich seine Offensivqualitäten bewies, haben vor allem die Aufstiegsspiele gezeigt, dass Waldenburg zu viele Gegentore kassiert. «Können wir in der entscheidenden Meisterschaftsphase diese Quote minimieren, ist der Aufstieg in die 2. Liga realistisch», sagt Michael Spitteler. Der Aufstieg ist denn auch das klar kommunizierte Ziel der Waldenburg Eagles. Erst recht nach den Leistungen der vergangenen Saison. Es müsse der Anspruch sein, dass in Oberdorf wieder Woche für Woche Unihockey-Einzelspiele stattfinden, betont der Trainer. Denn in der 3. Liga werden die Meisterschaftsrunden im Turnierformat ausgetragen, wobei mehrere Teams am selben Spielort antreten. Erst ab der 2. Liga gibt es einzelne Heim- und Auswärtsspiele.
«Müssen mental bereit sein»
Im Hinblick auf die neue Saison wurde der Fokus entsprechend auf das Defensivkonzept gelegt. Bis die neue Philosophie Früchte tragen wird, brauche es laut Spitteler eine Saison: «Ich bin zuversichtlich, dass wir bis zu den Aufstiegsspielen bereit sein werden.» Gerade nach der siegreichen vergangenen Qualifikation sei es zudem umso wichtiger, dass das Team einen Sieg nicht als selbstverständlich erachtet. Die Erfahrung in den Play-offs habe gezeigt, wie schnell ein Spiel drehen könne. «Es hat uns bewusst gemacht, dass es für den Erfolg eine ganze Saison benötigt – und diese dauert über die Qualifikationsphase hinaus.» Entsprechend sei entscheidend, dass die Spieler auch mental bereit sind. Gerade enge Spiele wie jene gegen Laupen haben gelehrt, dass in solchen Partien oft Details den Ausschlag geben. «Mittlerweile ist es aber jedem bewusst, dass wir dieses Jahr mehr leisten müssen als in der Vorsaison, wenn wir unser Ziel erreichen möchten», sagt Spitteler. Ein «Laupen-Drama 2.0» möchten die Eagles zwingend vermeiden.

