Neue Sporthalle ist bereit für den Betrieb
13.08.2026 SissachModerne Sportinfrastruktur für Schule, Vereine und Bevölkerung
Mit der neuen Dreifachsporthalle sind in Sissach in den vergangenen Monaten zusätzliche Sportflächen entstanden. Der ins Wohngebiet eingebettete Komplex bietet mit seiner als Allwetterplatz nutzbaren Dachfläche zusätzlichen Raum für Sport und Freizeit.
Thomas Ditzler
Gegenüber dem Schulhaus Dorf in Sissach ist in den vergangenen zwei Jahren eine neue Dreifachsporthalle entstanden, die sich unauffällig in das Dorfbild einfügt. Die Lage zwischen Schulhaus Dorf, reformierter Kirche, Friedhof und Wohnquartier prägte die Planung. Der grösste Teil der Sporthalle mit Garderoben und Nebenräumen befindet sich unter der Erde. «Dadurch bleibt das Gebäude von aussen vergleichsweise niedrig und die Dachfläche kann gleichzeitig als Allwetterplatz genutzt werden», sagt David Foggetta, der das Bauprojekt zusammen mit Gemeindepräsident Peter Buser im Auftrag des Sissacher Gemeinderats begleitet.
Für den architektonischen Entwurf und die Planung zeichneten Christian Penzel und Martin Valier vom gleichnamigen Zürcher Büro verantwortlich. Ihr Konzept verbindet die weitgehend unterirdische Bauweise mit einer klar ablesbaren Tragstruktur und einer zurückhaltenden Einbettung in die Umgebung.
Die neue Sportanlage ergänzt das Schulareal Dorf und das Wohnquartier beim Friedhof. Der Allwetterplatz ist von einem Betonsockel eingefasst. Vor der Sporthalle entstand zusammen mit den bestehenden Aussenflächen ein neuer Schul- und Pausenhof. Der Grünraum im Norden bleibt erhalten und wird durch neue Bäume, Begrünungen und zusätzliche Aufenthaltsbereiche ergänzt. Mit ihrem Aussenraumkonzept haben die Planer von Bischoff Landschaftsarchitektur den Neubau harmonisch mit dem Friedhofsareal, dem angrenzenden Wohngebiet und dem Schulgelände Dorf verbunden.
Offene Tribüne und Oberlichter
Im Eingangsbereich des neuen Sportkomplexes befinden sich ein Foyer, ein Gymnastikraum und ein Kiosk. Eine breite Treppe führt hinunter zur Sporthalle mit der offenen Tribüne und den sechs Garderoben. Oberlichter bringen dabei Tageslicht bis in die Halle.
Markante Betonträger überspannen die Sporthalle und tragen das Dach. Ein durchgehender Hauptträger wird im Bereich der Tribüne von schräg angeordneten Stützen gehalten. Die bewusst sichtbar belassene Tragkonstruktion bestimmt den Charakter des Hallenraums. Dunkel eingefärbte Hauptträger setzen dabei gestalterische Akzente und unterstreichen die klare Struktur des Bauwerks. Sichtbeton, Holz und Holzwolleplatten für Türen, Fassaden und Decken sorgen für eine schlichte und funktionale Gestaltung. Bei der Planung habe man sich bewusst für die Naturfarben entschieden, so Gemeinderat David Foggetta.
21 000 Kubikmeter Aushub
Der Bau stellte die Beteiligten auch vor Herausforderungen. Für die weitgehend unterirdische Sporthalle mussten rund 21 000 Kubikmeter Material ausgehoben werden. Die bis zu neun Meter tiefe Baugrube wurde gesichert, bevor die Halle erstellt werden konnte. Während der rund zweijährigen Bauzeit wurden die grossen Dachträger vorübergehend abgestützt, bis die Tragkonstruktion vollständig fertiggestellt war. So konnte der Tribünenbereich offen gestaltet und die Halle mit ausreichend Tageslicht versorgt werden. Die enge Zusammenarbeit zwischen Architektur, Tragwerkplanung, Gebäudetechnik und Ausführung bildete die Grundlage für eine effiziente und qualitativ hochwertige Projektabwicklung.
Als Totalunternehmer koordinierte «ERNEplus» die Arbeiten aller beteiligten Fachbereiche und Unternehmen. Geplant und gebaut wurde mithilfe der digitalen Planungsmethode «Building Information Modeling» (BIM). Alle Fachplanungen wurden in einem gemeinsamen digitalen Modell zusammengeführt und laufend aufeinander abgestimmt. Dadurch konnten Abläufe koordiniert und die Arbeiten auf der Baustelle direkt anhand der digitalen Pläne ausgeführt werden.
Mit dem Beginn des neuen Schuljahrs haben Schulen und Vereine die neuen Räumlichkeiten in Betrieb genommen. Die Bevölkerung erhält Ende Oktober im Rahmen eines Tags der offenen Tür Gelegenheit, die neue Dreifachsporthalle zu besichtigen und sich selbst ein Bild von der modernen Anlage zu machen.





