850 Teilnehmende am Zunzger Waldlauf
Nicht nur das gute Wetter lockte am Sonntag viele Laufbegeisterte an den Zunzger Waldlauf. Auch die verstärkte Werbung und Social-Media-Präsenz sorgten für eine der erfolgreichsten Ausgaben der vergangenen Jahre.
Timo ...
850 Teilnehmende am Zunzger Waldlauf
Nicht nur das gute Wetter lockte am Sonntag viele Laufbegeisterte an den Zunzger Waldlauf. Auch die verstärkte Werbung und Social-Media-Präsenz sorgten für eine der erfolgreichsten Ausgaben der vergangenen Jahre.
Timo Wüthrich
Dass der Zunzger Waldlauf mit der Zeit geht, ist der regionalen Laufszene nicht verborgen geblieben. Im Vorfeld der 36. Ausgabe rührte der Turnverein insbesondere auf digitalen Kanälen die Werbetrommel. OK-Präsident Andreas Schaffner erklärt: «Im Vorfeld wurde ein neues Ressort geschaffen, das sich mit der Werbung beschäftigt.» Um neue Interessierte anzusprechen, seien gezielt Jugendriegen kontaktiert worden. Zudem sei auf Instagram gesetzt worden, um das Zielpublikum direkt anzusprechen.
Der Vorstoss in den digitalen Raum ist eng mit dem Generationenwechsel innerhalb des OK verknüpft. In den vergangenen Jahren hat eine jüngere Garde das Zepter übernommen und den Volkslauf behutsam modernisiert. «Während die Gründungsmitglieder naturgemäss auf klassische Werbewege setzten, haben wir gezielt junge Leute ins Boot geholt, die mit der Social-Media-Welt aufgewachsen sind», erläutert Schaffner.
Die neue Strategie scheint sich unmittelbar in Zahlen niederzuschlagen: Bereits vor dem ersten Startschuss verzeichnete der TV Zunzgen doppelt so viele Voranmeldungen wie 2025. Hinzu kamen zahlreiche Kurzentschlossene, die sich am Sonntag auf Platz für den Volkslauf eintrugen. «Derzeit beobachten wir wieder ein wachsendes Interesse: Nachdem im Vorjahr mehr als 700 Personen teilnahmen, waren es in diesem Jahr um die 850», so der zufriedene OK-Präsident. Damit lassen die Veranstaltenden die schwierigen Jahre 2022 und 2023, in denen die Beteiligung auf rund 500 Teilnehmende gesunken war, endgültig hinter sich.
Während die Titel im Vorjahr noch im Oberbaselbiet blieben, ergab sich dieses Mal ein anderes
Bild. Der Füllinsdorfer Manuel Walss holte sich in 24:03 Minuten den Tagessieg der 7 Kilometer langen Hauptdistanz, Zweiter wurde Lars Gysin. Für den Ormalinger war es das erste Rennen nach dem Marathon des Sables, einem mehrtätigen Ultrarennen durch die marokkanische Wüste. Bei den Frauen triumphierte die Freiburgerin Manuela Traina, die das Ziel nach etwas mehr als einer halben Stunde erreichte.
Neue Sieger, neuer Zeitmesser
Für die präzise Erfassung dieser Spitzenzeiten sorgte erstmals ein neues Gesicht: Ivo Amrein übernahm mit seinem Unternehmen «youtiming» die Zeitmessung. «Die Herausforderung ist, dass es keinen Massenstart gibt», schildert der Nenzlinger. Für den Zeitmesser birgt die räumliche Nähe von Start und Ziel auf der Zuzger Hard technische Tücken. Grund dafür ist der kleine Chip, der an der Startnummer befestigt ist. Dieser misst die Zeit, sobald die Person eine der Bodenmatten überquert. «Es besteht die Gefahr, dass ein Chip nach dem Zieleinlauf die Startmatte erneut auslöst», erklärt der Unternehmer.
Amrein ist sich jedoch deutlich anspruchsvollere Bedingungen gewöhnt: «Bei gewissen Läufen müssen wir mit Starlink arbeiten, da wir keinen Empfang für die Computer haben. Hier auf der Hard ist das aber kein Problem.»