Kanton will ab 2028 Hauptstrasse im westlichen Dorfteil sanieren
Die Hauptstrasse im Westen von Sissach soll umfassend saniert werden. Der Kanton rechnet mit Kosten von rund 3,5 Millionen Franken. Die Bauarbeiten sollen Anfang 2028 beginnen und im Verlauf des Jahres 2029 abgeschlossen ...
Kanton will ab 2028 Hauptstrasse im westlichen Dorfteil sanieren
Die Hauptstrasse im Westen von Sissach soll umfassend saniert werden. Der Kanton rechnet mit Kosten von rund 3,5 Millionen Franken. Die Bauarbeiten sollen Anfang 2028 beginnen und im Verlauf des Jahres 2029 abgeschlossen werden.
Pascal Kamber
Die Hauptstrasse im westlichen Dorfteil von Sissach ist in die Jahre gekommen. Die in den 1960er-Jahren erstellte Strassenanlage ist sanierungsbedürftig. Nun plant das Baselbieter Tiefbauamt eine umfassende Erneuerung. Betroffen ist ein rund 310 Meter langer Abschnitt zwischen der Einfahrt zur JRG und der Brücke über den Diegterbach.
Die Baselbieter Bau- und Umweltdirektion geht derzeit von Kosten von rund 3,5 Millionen Franken aus, wie Mediensprecher Simon Rüttimann auf Anfrage erklärt. Der Baustart ist für das erste Quartal 2028 vorgesehen. Abgeschlossen werden sollen die Arbeiten im Verlauf des Jahres 2029.
Vorgesehen ist, die Fahrbahn samt Unterbau vollständig zu erneuern. Gleichzeitig sollen die Trottoirs und Fusswegverbindungen verbessert sowie die Fussgängerquerungen optimiert werden. Zwischen der Einfahrt zur JRG und dem Zivilkreisgericht sind beidseitig Radstreifen geplant. Vor dem Zivilkreisgericht soll in Fahrtrichtung Westen eine neue, hindernisfreie Bushaltestelle entstehen. Zudem ist ein lärmmindernder Asphaltbelag vorgesehen.
Die Bäume auf der nördlichen Strassenseite sollen möglichst erhalten bleiben. Ergänzend sind Grünflächen geplant, die Regenwasser aufnehmen und zurückhalten können. Auch die Strassenentwässerung und bestehende Werkleitungen werden angepasst.
Verkehrsbehinderungen erwartet
Die Hauptstrasse gehört zum kantonalen Versorgungsnetz und wird täglich von durchschnittlich mehr als 10 000 Motorfahrzeugen befahren. Weil die Sanierung voraussichtlich unter halbseitigen Strassensperrungen mit Lichtsignalregelung erfolgt, ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. «Die konkreten Verkehrsführungen und Bauetappen werden im weiteren Projektverlauf festgelegt», sagt Rüttimann.
Die öffentliche Mitwirkung dauert bis zum 3. Dezember. Interessierte können ihre Anliegen und Vorschläge schriftlich beim kantonalen Tiefbauamt einreichen. Die Projektunterlagen liegen in der Gemeindeverwaltung Sissach auf und sind auf der Website des Kantons einsehbar.
Vor der Realisierung folgen die Auswertung der Mitwirkung, die Bereinigung des Bauprojekts, die Vernehmlassung sowie das öffentliche Planauflage- und Genehmigungsverfahren. Danach werden die Arbeiten ausgeschrieben und der definitive Bauablauf festgelegt.
Erst nach Abschluss der Sanierung folgt der Neubau des Kreisels bei der Kreuzung Bahnhofstrasse/Zunzgerstrasse inklusive Absenkung der Unterführung. Wann genau, ist jedoch noch unklar. Wegen der Komplexität sei dieses Vorhaben mit einem deutlich höheren Planungsaufwand verbunden, erklärt Rüttimann.