Neu auch mit Junioren
14.11.2023 SportCurling | Das «Sweep’n Freeze» bot drei Tage Eissport
Bereits zum 13. Mal inszenierten Daniel Stocker, Felix Fässler und ihre Sportkameraden das Sweep’n Freeze-Curlingturnier auf der Kunsteisbahn Sissach. In diesem Jahr gaben sich neu auch ...
Curling | Das «Sweep’n Freeze» bot drei Tage Eissport
Bereits zum 13. Mal inszenierten Daniel Stocker, Felix Fässler und ihre Sportkameraden das Sweep’n Freeze-Curlingturnier auf der Kunsteisbahn Sissach. In diesem Jahr gaben sich neu auch Junioren-Equipen im Oberbaselbiet ein Stelldichein.
Lukas Müller
Enorm sorgfältig, bis in die Zehenspitzen konzentriert und mit viel Präzision zaubert im Curling-Sport der Skip eines jeden Teams die entscheidenden Steine in Richtung Haus – und seine Mannschaftskollegen sorgen mittels Schrubbern und Besen für den Feinschliff beziehungsweise für die Veredelung der einzelnen Steine. Auch in Sissach war dies wieder so. Auf der Kunsteisbahn wurde von Freitag bis Sonntag in Turnierform eifrig dieser anspruchsvollen Eissportart gefrönt.
18 Teams mit so originellen Namen wie «Hackattack» (Vorjahressieger), «Ergolz Beizlifäger», «Ice Fleas», «Flintstones» und «Dollyhay» waren diesmal mit von der Partie und boten Curling vom Feinsten. Vier Spiele waren gemäss Auskunft von OK-Präsident Daniel Stocker jeder Mannschaft garantiert. Die meisten kamen aus der näheren und weiteren Umgebung. La Punt war wie bereits in den vergangenen Jahren das Team mit dem weitesten Anfahrtsweg. Für sämtliche Mannschaften standen im Anschluss an den sportlichen Effort im Gabentempel schöne Preise bereit.
System Schenkel
Der Spielmodus erfolgte an diesem Anlass wie immer nach dem bewährten «System Schenkel», mit sechs Ends pro Spiel ohne Zusatzend während der ersten vier Runden. In der fünften Runde galt es dann für alle ernst. Acht Ends mit Zusatzend sollten in jedem Fall eine Entscheidung bringen, denn das OK will an seinem Heimturnier einen glasklaren Sieger ermitteln.
Speziell am «Sweep’n’Freeze» genannten Turnier ist der sogenannte Fluhstich. Hierbei handelt es sich um ein Steinspiel für diejenigen Teams, die in der Gesamtrangliste nach vier Runden auf den Plätzen 13 bis 18 figurieren. Jeder Spieler spielt dabei einen Stein mit Wischen. Es wird jeweils die Distanz zum Zentrum gemessen. «Alle Steine müssen ins Haus», erklärt Daniel Stocker. «Klappt das nicht, gibt es Strafpunkte.» Am Ende des Tages wird das Team mit der gesamthaft kleinsten Distanz aller Steine zum Zentrum zum Sieger erkoren und gewinnt einen Gutschein, offeriert von der Bergwirtschaft Sissacherfluh.
In diesem Jahr gab es neben den bekannten Routiniers und jüngeren Gesichtern erstmals seit 30 Jahren auch ganz junge Equipen zu sehen. Sowohl La Punt als auch Sissach stellten talentierte Junge, die sehr gut mitmischten und am Schluss gegeneinander antraten. Der Sissacher Nachwuchs war mit folgenden Akteuren und Akteurinnen am Werk: Lars Büchsenstein, Alessia Thommen, Mia Schaffner, Farah Hess sowie Gina Lardi, Diogo Wörne und Jonas Thommen. Beim Augenschein der «Volksstimme» gab es Anzeichen, dass da etwas am Heranwachsen ist, was später Früchte tragen wird.
Das Gesamtklassement des «Sweep’n Freeze» 2023 wurde von den «Wilden Kerlen» gewonnen, vor den «Ice Fleas 3» und BCG Regio Safruits. Vorjahressieger «Hackattack» musste mit dem vierten Rang vorlieb nehmen. Beim Fluhstich schwang das Team «Zyschdig» obenaus, vor «Greenhorns» und CCS Juniors. Letzten Endes galt bei diesem Wettkampf jedoch der Leitsatz, wonach Mitmachen wichtiger ist als Gewinnen. Der Curling-Sport war der grosse Sieger an diesem Drei-Tage-Turnier im Oberbaselbiet.
Resultate unter www.curlingclub-sissach.ch


