Gelterkinder Waldlauf im Zeichen der Hitzewelle
Wasserkessel zur Abkühlung, verlängerte Startzeiten und viele Trinkstationen: Am Gelterkinder Waldlauf wurde am Freitagabend einiges unternommen, um den 292 Gestarteten die Hitze so erträglich wie möglich zu machen.
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Gelterkinder Waldlauf im Zeichen der Hitzewelle
Wasserkessel zur Abkühlung, verlängerte Startzeiten und viele Trinkstationen: Am Gelterkinder Waldlauf wurde am Freitagabend einiges unternommen, um den 292 Gestarteten die Hitze so erträglich wie möglich zu machen.
Timo Wüthrich
Die Wetterprognosen liessen schon zu Beginn der vergangenen Woche erahnen, dass die 46. Austragung des Gelterkinder Waldlaufs unter extremen Bedingungen stattfinden würde. Temperaturen jenseits der 35-Grad-Marke veranlassten die Behörden, Hitzewarnungen auszusprechen – von intensiven sportlichen Aktivitäten wurde abgeraten. Für das Organisationskomitee war jedoch klar: Absagen gilt nicht. Mit dem richtigen Konzept sollte die Durchführung des Anlasses auch unter den herausfordernden Bedingungen sicher möglich sein.
«Wir behielten die Wettervorhersagen im Auge und hofften, dass die Temperaturen doch nicht so hoch sein würden wie prognostiziert», erklärt OK-Präsident Almin Ljubijankic. Als klar wurde, dass der Freitag ein Hitzetag werden würde, reagierten die Verantwortlichen mit Anpassungen. Zu diesen gehörte die Verlängerung der Startzeiten: Von neu 17 bis 21 Uhr statt ursprünglich geplant bis 20 Uhr hatten die Läuferinnen und Läufer Zeit, um die 8 Kilometer lange Hauptdistanz oder die halb so lange Kurzdistanz in Angriff zu nehmen. Zudem sorgten zusätzliche Trinkstationen auf der Strecke für die nötige Flüssigkeitszufuhr, während im Zielbereich ein mit Wasser gefüllter Kessel für die verdiente Abkühlung sorgte. «Auch haben wir die Streckenposten instruiert, wie sie im Notfall handeln müssen», ergänzt der Leiter des Organisationskomitees.
Pläne für Hitze und Gewitter
«Da viele Streckenabschnitte durch den Wald führen, sind die Läuferinnen und Läufer vor der direkten Sonneneinstrahlung geschützt. Zudem sind die Teilnehmenden gut trainiert und an einiges gewöhnt – mit der Hitze kann ein fitter Körper relativ gut umgehen», ergänzt der oberste Verantwortliche. Es ist nicht das erste Mal, dass der Gelterkinder Waldlauf mit widrigen Wetterlagen konfrontiert wird. In den vergangenen Jahren sorgten neben der Hitze auch heftige Gewitter für Unsicherheit. «Mittlerweile liegt für fast jedes Szenario ein Notfallplan bereit», scherzt Ljubijankic. «Mit extremen Bedingungen kennen wir uns aus.»
Trotz der Hitze wurden Top-Zeiten gelaufen. Der in Füllinsdorf wohnende Manuel Walss war in einer Zeit von 28:11 Minuten der Schnellste auf dem Gelterkinder Berg. Dem 29-Jährigen gelang somit bereits der zweite Streich im Oberbaselbieter Laufcup, nachdem er schon am Zunzger Waldlauf auf dem ersten Rang gelandet war. Auch ganz oben auf dem Podest stand die Liestalerin Simone Hertenstein, die mit 36:21 Minuten zum Sieg lief. Insgesamt starteten 292 der 336 angemeldeten Läuferinnen und Läufer. Dass 44 Gemeldete nicht antraten, führen die Verantwortlichen unter anderem auf die anspruchsvollen äusseren Bedingungen zurück.
Resultate auf www.tvgelterkinden.ch