Mit Dorffestschwung zum «After-Markt-Beizli»
22.10.2026 LupsingenAusklang bei einem Teller Raclette etabliert sich langsam, aber sicher
Das «Raclette-Stübli» ist für manche Besucher des «Lupsibärger Märts» bereits ein fester Bestandteil ihres Abendprogramms geworden. Hinter der Gelegenheitsbeiz steht ein Team, ...
Ausklang bei einem Teller Raclette etabliert sich langsam, aber sicher
Das «Raclette-Stübli» ist für manche Besucher des «Lupsibärger Märts» bereits ein fester Bestandteil ihres Abendprogramms geworden. Hinter der Gelegenheitsbeiz steht ein Team, das bereits das Lupsinger Dorffest mitorganisiert hatte.
Timo Wüthrich
«Nach dem Dorffest war bei mir und vielen anderen eine gewisse Müdigkeit zu spüren», erinnert sich Corinne Meier. Gemeinsam mit dem OK und zahlreichen Helferinnen und Helfern hatte sie 2023 als Mitverantwortliche fürs Unterhaltungsprogramm unzählige Stunden investiert, um Lupsingen während dreier Tage in eine Festmeile zu verwandeln.
Doch nach ein paar Monaten der Erholung kehrte die Tatkraft zurück – und mit ihr eine neue Idee für den Lupsinger Herbstmarkt. Da dieser 2023 wegen des Dorffestes pausierte, gab es genügend Zeit zur Planung. «Es blieb ein ganzes Jahr, um wieder Energie zu tanken», meint Meier schmunzelnd.
Im Oktober 2024 folgte die Umsetzung. Ein kleines Team aus dem Dorffest-OK lud im Anschluss an den Markt ins Restaurant «Rössli» ein zum Spaghetti-Plausch – es war der Vorläufer des heutigen «Raclette-Stüblis». «Viele, die am Nachmittag den Markt besuchten, gingen am frühen Abend wieder nach Hause», erzählt Meier. «Wir vermuteten, dass ein Bedürfnis nach einem gemütlichen Ausklingen des Markttags bestehen könnte – idealerweise kombiniert mit einem unkomplizierten Essen.» Gleichzeitig sollte die Beiz gezielt auch älteren Semestern einen Treffpunkt bieten. Denn während im Barwagen auf dem Dorfplatz ein gemischtes Publikum feiert, schloss das Beizli im «Rössli» eine Lücke für die Älteren.
Nach der Premiere folgte der Umzug in den Gemeindesaal, wo im vergangenen Jahr Raclette anstatt Spaghetti serviert wurde. Der Wechsel zahlte sich aus: «Das Interesse der Dorfbevölkerung war riesig», sagt Meier, «der Ansturm war so gross, dass zu später Stunde Käse und Kartoffeln ausgingen und wir Nachschub beschaffen mussten.»
Live-Musik im «Chalet»
Für den kommenden Samstag hat das Team anstatt 20 Kilogramm wie im Vorjahr nun 30 Kilogramm Käse eingekauft. Ausserdem setzt das Organisationskomitee auf Live-Musik und eine liebevolle Dekoration im Chalet-Stil: Das habe zwar etwas gekostet, aber «damit wirkt der Gemeindesaal richtig gemütlich».
Die Motivation, das «After-Markt-Beizli» zu führen, sei ohnehin nicht finanzieller Natur, wie Meier betont: «Vom letztjährigen Gewinn konnte das fünfköpfige OK gemeinsam essen gehen. Schön wäre es, wenn wir künftig für die engagierten Helferinnen und Helfer ein Dankeschön-Essen ausrichten könnten.» Längerfristig solle das «Raclette-Stübli» selbsttragend sein. Dazu brauche es allerdings Kontinuität, so Meier. Es müsse sich im Dorf etablieren, dass man das Abendessen nach dem Herbstmarkt im Gemeindesaal einnimmt. Zusätzlich hat das Beizli in diesem Jahr neu auch am Sonntag geöffnet, damit sich die Besuchenden des Karussells und der Schiffschaukel verpflegen können.
Serviert werden dann allerdings keine Raclette-Portionen, sondern Hotdogs. «Für die Zukunft geistern schon viele Ideen herum, etwa der Umzug in die Turnhalle», blickt Meier voraus. «Das würde jedoch mehr Aufwand, ein grösseres Risiko und allenfalls eine Erweiterung der Speisekarte bedeuten. Doch zuerst freuen wir uns nun auf den Samstagabend.»

