Millionen-Investition für Kunsteisbahn
14.08.2026 RheinfeldenSanierung der 50-jährigen Anlage bis 2028
Für 8,4 Millionen Franken will die KuBa Freizeitcenter AG die Kältetechnik der Kunsteisbahn Rheinfelden sanieren, einen neuen Maschinenraum bauen und die Eisfelder verkleinern. Die Stadt will sich mit 5 bis 6 Millionen Franken ...
Sanierung der 50-jährigen Anlage bis 2028
Für 8,4 Millionen Franken will die KuBa Freizeitcenter AG die Kältetechnik der Kunsteisbahn Rheinfelden sanieren, einen neuen Maschinenraum bauen und die Eisfelder verkleinern. Die Stadt will sich mit 5 bis 6 Millionen Franken beteiligen.
Valentin Zumsteg
Die Kunsteisbahn Rheinfelden ist in die Jahre gekommen. «Die Anlage wurde 1975 erstellt, die Kältetechnik ist am Ende ihres Lebenszyklus angelangt», erklärt Willy Vogt. Er ist Geschäftsführer der KuBa Freizeitcenter AG, welche die «Kunsti» und das Strandbad betreibt. Schon seit Jahren planen die Verantwortlichen der KuBa AG eine Erneuerung der Anlage, jetzt geht es mit grossen Schritten vorwärts. Aktuell liegt noch bis zum 24. August ein entsprechendes Baugesuch auf der Stadtverwaltung öffentlich auf.
Konkret geplant ist ein neuer Maschinenraum und der Ersatz der veralteten Kältetechnik; wobei weiterhin auf Ammoniak als Kältemittel gesetzt wird. Zudem werden die bisherigen Eisfelder ersetzt und verkleinert. Das überdachte Grossfeld war bisher 30 auf 60 Meter gross, neu misst es gemäss Vogt 26 auf 56 Meter. Das kleine Feld wird neu 26 auf 50 Meter messen, bisher sind es 30 auf 44 Meter. Als Grund für die Verkleinerung nennt er «geringere Baukosten, geringere Stromkosten und bessere Proportionen». Dank der Verkleinerung der Eisfelder und der Erneuerung der Technik verringert sich auch die Menge an Ammoniak, die für die Eisproduktion benötigt wird, von heute 7,5 auf neu 3,5 Tonnen.
«Am liebsten würden wir zwei gleich grosse Felder realisieren, doch das geht aus Platzgründen nicht», sagt Vogt. Die Redimensionierung habe keine Auswirkungen auf den Spielbetrieb des EHC Rheinfelden: «Wie bisher entspricht die Grösse dem Reglement des Schweizer Eishockeyverbandes für Spiele bis zur 1. Liga.»
Die Stadt bezahlt mehr
Ursprünglich rechnete man bei der KuBa AG mit Baukosten von rund 6 Millionen Franken. Doch es stellte sich bei der Planung heraus, dass eine angepasste Norm für Erdbebensicherheit im Zusammenhang mit der Störfallverordnung Auswirkungen hat. Das bestehende Gebäude mit dem Maschinenraum erfüllt diese Norm nicht, deswegen braucht es einen Neubau, der an der Ostseite des heutigen Technikgebäudes erstellt wird. Die Baukosten belaufen sich deshalb neu auf rund 8,4 Millionen Franken.
Die KuBa Freizeitcenter AG kann diese Investitionen finanziell nicht selbst tragen. «Die Einwohnergemeindeversammlung wird deshalb über einen einmaligen nicht rückzahlbaren Investitionskostenbeitrag von 6 Millionen Franken befinden müssen», erklärt dazu der Rheinfelder Stadtschreiber Roger Erdin. Aktuell sind Beitragsgesuche beim Kanton sowie bei den Gemeinden des Bezirks Rheinfelden hängig. Um diese Beiträge wird sich die Summe reduzieren. «Wir gehen davon aus, dass der Nettoaufwand der Stadt Rheinfelden näher bei 5 Millionen Franken liegen wird», so Erdin.
Darüber hinaus soll der jährliche Betriebskostenbeitrag der Stadt von heute 825 000 auf 900 000 Franken erhöht werden. Im Dezember kommt das Geschäft an die Gemeindeversammlung. Falls diese grünes Licht für das Baugesuch und den Investitionskostenbeitrag gibt, sollen die Arbeiten in zwei Etappen durchgeführt werden. Die erste ist ab März 2027 bis voraussichtlich August 2027 vorgesehen, die zweite ab März 2028 bis ungefähr November 2028. So soll der Spiel- und Eislaufbetrieb möglichst wenig betroffen sein.
Diesen Artikel publizieren wir in Zusammenarbeit mit der «Neuen Fricktaler Zeitung».
