An der 122. Generalversammlung des Vereins Dietisberg vom 26. Juni wurde Bilanz über das Geschäftsjahr 2025 gezogen, das erfolgreich, aber auch sehr fordernd war. Steigende Anforderungen in der Betreuung, Qualitätssicherung, Administratives, Dienstleistungen und Produktion hielten ...
An der 122. Generalversammlung des Vereins Dietisberg vom 26. Juni wurde Bilanz über das Geschäftsjahr 2025 gezogen, das erfolgreich, aber auch sehr fordernd war. Steigende Anforderungen in der Betreuung, Qualitätssicherung, Administratives, Dienstleistungen und Produktion hielten die Institution auf Trab – trotzdem entwickelte sie sich fachlich wie finanziell positiv.
Im Zentrum der Arbeit stehen die Menschen, die auf dem Dietisberg leben und arbeiten. Sie finden nicht nur Betreuung, sondern einen Lebensraum, der Entwicklung, Teilhabe und sinnstiftende Arbeit ermöglicht. Eine wachsende Herausforderung für den Betrieb ist die Begleitung zunehmend junger Menschen mit psychischen Erkrankungen und Suchtproblemen. Mit klaren Strukturen, Beziehungsarbeit und individueller Förderung unterstützt der Dietisberg diese Personen auf ihrem Weg zurück in einen geregelten Alltag. Finanziell zeigte sich 2025 ebenfalls erfreulich: Eine gute Auslastung der Wohnangebote und zahlreiche Produktions- sowie Dienstleistungsaufträge sorgten für ein erfreuliches Betriebsergebnis – und damit für die finanzielle Grundlage, weiter in die Zukunft des Dietisbergs investieren zu können.
Ein Schwerpunkt im vergangenen Jahr war die Digitalisierung: Neue Instrumente für Dokumentation, eine modernere Prozesssteuerung und individuelle Entwicklungsplanungen helfen den Mitarbeitenden dabei, die Fähigkeiten der Bewohner gezielter zu fördern. Mit einem intern geführten Lehrgang für Arbeitsagogik investiert die Institution zudem in die Weiterbildung ihres Fachpersonals.
Auch baulich tut sich wiederum einiges: Die Generalversammlung bewilligte einen Kredit von 1 Million Franken für die Erneuerung und Erweiterung des Speisesaals. Der bestehende Saal bietet für die täglich bis zu 130 zu verpflegenden Personen schlicht zu wenig Platz und erfüllt die heutigen betrieblichen Anforderungen nicht mehr. Geplant sind ein neuer Anbau mit bis zu 150 Sitzplätzen, ein zeitgemässer Selbstbedienungsbereich sowie hindernisfreie Sanitäranlagen und Zirkulationswege. Gleichzeitig werden dadurch die Betriebsabläufe optimiert sowie die Akustik und die Raumbelüftung verbessert. Parallel dazu laufen umfangreiche Erdarbeiten für einen Retentionsteich – Teil des kantonalen Projekts «Slow Water». Der Teich soll künftig Wasser speichern und so die landwirtschaftliche Bewässerung langfristig sichern.
Fabienne Salathé, Dietisberg Wohnen & Werken