Kinderkonzert mit Bündner Sänger war einer der Höhepunkte
Linard Bardill füllte am 800-Jahre-Jubiläum mit den Schulkindern die Festbühne mit Klang. Für den Bündner Liedermacher war der Auftritt auch körperlich eine Herausforderung: Erst zehn ...
Kinderkonzert mit Bündner Sänger war einer der Höhepunkte
Linard Bardill füllte am 800-Jahre-Jubiläum mit den Schulkindern die Festbühne mit Klang. Für den Bündner Liedermacher war der Auftritt auch körperlich eine Herausforderung: Erst zehn Wochen zuvor hatte er sich einer Herzoperation unterziehen müssen.
Aline Schneider
Der Bündner Sänger Linard Bardill und die Lampenberger Schulkinder standen ganz oben auf dem Festprogramm des 800-Jahre-Jubiläums. Auf der Festbühne sang Bardill gemeinsam mit einem Chor der Kleinen seine Kinderlieder. Mal wurden mit den Händen Sonnenstrahlen dargestellt, mal durften die Kinder ums Publikum herumrennen, und immer wieder wurden Tiere wie Frösche oder Esel lautstark nachgeahmt.
Bardill kannte Lampenberg zuvor nicht. Im Gespräch mit der «Volksstimme» erzählte er, dass er Kinder in Hochwald hatte, in einer Patchworkfamilie lebt und auch das Laufental gut kenne. Nach Lampenberg zog es ihn allerdings erst für die Proben zum Dorffest. «Mich hat es wirklich gefreut, dass so viele Zuschauer gekommen sind. Auch Auswärtige sind zahlreich erschienen», sagte Bardill. Er vermutete, dass es «nochmals mehr Leute angezogen hat, weil ich schon länger nicht mehr in dieser Gegend gespielt habe».
In der zweiten Hälfte der Show fragte Bardill die Kinder, wer ausserhalb der Schweiz noch einem anderen Land zugehörig sei. Daraufhin durften sie kurz ins Mikrofon sagen, welche Länder das sind. Bardill rundete den Moment mit dem Song «Mis Land, Dis Land» ab und beendete die Show mit der Bitte um einen «Applaus für d Schwiz vo morge».
Herzoperation im Sommer
Die Proben seien für Bardill und die Kinder eine schöne Erfahrung gewesen. «Es wurden auch Kinder integriert, die vielleicht etwas anders sind; das war für mich das Wichtigste und Schönste zum Miterleben», sagte er. Auch am grossen Tag am Lampenberger Jubiläumsanlass hätten die Kinder viel mitmachen müssen. Ob sie nach dem Soundcheck am Morgen und weiteren kleinen Proben beim Konzert durchhalten würden, sorge ihn immer ein bisschen.
Am Samstag war der Kindersänger aber begeistert: Die Stimmung sei mit jedem Durchgang besser geworden, und die Erschöpfung sei den Kindern überhaupt nicht anzumerken gewesen. Für Bardill war nach dem Auftritt am Mittag noch nicht Feierabend. Für ihn ging es nach dem Konzert weiter in die Innerschweiz, wo er am Abend in Zug noch einmal auf der Bühne stand. Der strenge Tag gebe ihm zu denken, weil er eine Belastung für seinen Kreislauf bedeute. Erst zehn Wochen zuvor hatte sich Bardill einer Herzoperation unterziehen müssen. «Ich bin aber positiv eingestellt und freue mich auf das nächste Konzert und die Kinder, die mit mir musizieren werden», sagte Bardill.