Leistungssteigerung nach dem Tee
12.05.2026 Sport, FussballSV Sissach – FC Vuisternens/Mézières 3:1 (0:1) Dank des Heimsiegs gegen Vuisternens, das auf dem ersten Platz unterhalb des Relegationsstrichs klassiert ist, hat der SV Sissach mit jetzt 24 Punkten den Ligaerhalt vier Spiele vor dem Saisonende so gut wie in der Tasche.
...SV Sissach – FC Vuisternens/Mézières 3:1 (0:1) Dank des Heimsiegs gegen Vuisternens, das auf dem ersten Platz unterhalb des Relegationsstrichs klassiert ist, hat der SV Sissach mit jetzt 24 Punkten den Ligaerhalt vier Spiele vor dem Saisonende so gut wie in der Tasche.
Edgar Hänggi
Ein Sieg gegen den FC Vuisternens/ Mézières sollte beim SV Sissach Ruhe einkehren lassen, und entsprechend motiviert gingen die Oberbaselbieterinnen in die Begegnung. Luana Pricoli tauchte in der 14. Minute alleine vor dem Tor der Gäste auf, verzog den Schuss aber leicht. Es war nicht die erste vielversprechende Aktion. Aber beinahe im Gegenzug musste der Schiedsrichter auf Strafstoss für die Freiburgerinnen entscheiden. Kosovare Kastrati liess SVS-Schlussfrau Vicky Buceta keine Abwehrchance – 0:1. «Dieser Gegentreffer hat uns etwas den Schwung gekostet und die Gegnerinnen aufgebaut», meinte Captain Ramona Hasler. Sie ist das eigentliche Herz des Teams: Seit 2010 ist sie dabei – am Samstag absolvierte sie ihr 346. Pflichtspiel für Sissach!
Das Heimteam war bis zum Pausenpfiff zwar meist in Ballbesitz, fand jedoch gegen die gut stehende Defensive keine Lösungen. Nach dem Seitenwechsel sah das Publikum weit energischer auftretende Sissacherinnen. Es war immer wieder Pricoli, aber auch die junge Offensivspielerin Lorena Graci, die sehr viel Druck machten.
Pricoli – punkto Technik, Einsatz und Spielverständnis war die offensive Mittelfeldspielerin nicht überraschend beste Spielerin auf dem Platz – gab der Defensive der Gäste zusehends Rätsel auf. In der 51. Minute war Sissach nahe am Ausgleich. Zwei gut getretene Ecken von Mara Lessa bereiteten den Freiburgerinnen Probleme. Nach einer Stunde dann der Ausgleichs-Jubel: Hasler verwandelte einen Elfmeter, wobei Emilie Balmat im Tor der Gäste noch mit der Hand am Ball war.
Ligaerhalt wohl geschafft
Nachdem Pricoli zuerst zu Unrecht einen weiteren Penalty gefordert hatte, als sie ins «Sandwich» genommen worden war, kam der Pfiff des Unparteiischen dann in der 73. Minute tatsächlich. Pricoli liess der Torhüterin keine Abwehrchance und brachte die Gastgeberinnen 2:1 in Führung.
Auch wenn Sissach über das gesamte Spiel mehr Ballbesitz und die gefährlicheren Aktionen hatte, gelang das entscheidende dritte Tor erst in der 87. Minute. Pricoli setzte sich nach einer Steilvorlage energisch durch, umspielte Balmat und vollendete souverän.
«Jetzt sollten wir den Ligaerhalt geschafft haben und können weiter an der Entwicklung arbeiten. Wir haben einige sehr junge Spielerinnen im Team. Es macht Spass mit ihnen zu arbeiten», sagt Michel Meier, der auch nächste Saison gerne als Trainer dabei ist, so er denn auch von der Vereinsleitung bestätigt wird. Für Captain Hasler, die als Bindeglied zwischen Defensive und Offensive für Stabilität sorgt, kam die Wende nach der Pause: «Wir waren in der ersten Halbzeit nie richtig im Spiel, waren in den Zweikämpfen meist einen Schritt zu spät. Das sprachen wir in der Pause an. Uns war klar, dass wir das Spiel nicht verlieren durften. Alle gaben danach mehr, so gewannen wir auch die Zweikämpfe und kamen zu vielen guten Aktionen vor dem gegnerischen Tor. Heute brauchte es die Penaltys, aber den Sieg haben wir uns verdient.»
Angesprochen auf die vergangenen Niederlagen, meinte sie: «Es fand im Winter ein grosser Umbruch statt, aber wir waren nie nervös, nur weil es in der Tabelle nicht mehr so aussah wie in der erfolgreichen vergangenen Saison. Wir sind in der Liga angekommen und haben uns nach den vielen Wechseln im Winter gefunden.»
TELEGRAMM
SV Sissach – FC Vuisternens/Mézières 3:1 (0:1). Sportplatz: Tannenbrunn. Schiedsrichter: Roger Koweindl. Zuschauer: 25. Tore: 16. Kastrati (Penalty) 0:1; 60. Hasler (Penalty) 1:1; 73. Pricoli (Penalty) 2:1; 87. Pricoli 3:1.
Sissach: : Buceta; Hofstetter, Dibrani, Bläsi, Lessa; Metzler, Racaj, Hasler, Pricoli, Enz; Graci. Nicht eingesetzt: Kuster, Martin.
Vuisternens/Mézières: Balmat; Conus, Scarfo, Perriard, Loureiro; Philipona, Page, Schiliro, Monney, Kastrati; Marilley. Weiter eingesetzt: Saugy, Papaux.

