| Der Grosse Rat bewilligt 2,2 Millionen Franken für visuelle Werbefläche
Auf dem Dach des neuen Tramhauses bei der St. Jakobshalle informiert künftig eine 400 Quadratmeter grosse Fläche mit LED-Bildschirmen über die dort stattfindenden Anlässe.
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| Der Grosse Rat bewilligt 2,2 Millionen Franken für visuelle Werbefläche
Auf dem Dach des neuen Tramhauses bei der St. Jakobshalle informiert künftig eine 400 Quadratmeter grosse Fläche mit LED-Bildschirmen über die dort stattfindenden Anlässe.
sda/kam. Mit 86 zu 1 Stimmen hat der Basler Grosse Rat am Mittwoch 2,2 Millionen Franken für neue LED-Bildschirme bei der St. Jakobshalle bewilligt. Die Bildschirme sollen für Anlässe in der «Joggelihalle» wie auch im St. Jakob-Park gleich vis-àvis, der Eis-Arena, den Sportanlagen und dem Leichtathletikstadion werben. Teilflächen könnten zudem gemäss regierungsrätlichem Ratschlag für Public Viewings genutzt werden. Zudem sind Stelen mit Informationen für Besucherinnen und Besucher sowie LED-Bänder bei den Haupteingängen und Kassen vorgesehen.
Die neuen Bildschirme bei der Haltestelle dienen als Ersatz für den abgebrochenen provisorischen Werbeturm vor der St. Jakobshalle. Dieser wurde zugunsten von Veloparkplätzen entfernt. Der Betrieb des Turms war aufwendig: Für jeden Wechsel der Blachen mussten Industriekletterer eingesetzt werden, wie es weiter im Ratschlag heisst. Zudem erforderte der Werbeturm regelmässige Wartung.
Störungsfreier Betrieb unklar
Die neuen LED-Bildschirme sorgen in der Basler Politik schon länger für Gesprächsstoff. Wie die «Basellandschaftliche Zeitung» im vergangenen November veröffentlichte, sei die Beschaffung der LED-Paneele anspruchsvoll. Die für die Ausschreibung beigezogene spezialisierte Iart AG nannte gerade mal zwei chinesische Anbieter, die als mögliche Lieferanten infrage kommen. Doch ob diese Paneele tatsächlich auch funktionieren, sei nicht zweifelsfrei gesichert. Grund dafür ist die nur gerade im Abstand von 1,3 Meter verlaufende Tramoberleitung, deren elektromagnetische Felder die LED-Bildschirme zum Flimmern bringen können. Es folgten konkrete Versuche. Bei den probeweise installierten Paneelen wurden zwar keine Störungen festgestellt, doch auch die Spezialisten der Iart AG schlossen nicht aus, dass solche doch noch – etwa bei anderen Wetterlagen – auftreten könnten.
Die Basler Stadtbildkommission hatte damals dem spektakulären Werbemittel zugestimmt. Die Verantwortlichen verfügten aber, dass auf den Flächen, die von der Strasse aus sichtbar sind, keine Filme gezeigt werden dürfen, sondern bloss «langsam bewegte Bildübergänge». Die Gegenseite dürfe jedoch als «Public viewing» genutzt werden.