Langeweile und falsche Sicherheit
06.03.2026 Sport, FussballBubendorf und Gelterkinden starten in die Rückrunde der 2. Liga
Für Bubendorf und Gelterkinden beginnt die Rückrunde der 2. Liga ohne grosse Veränderungen. Die beiden Clubs setzen weiterhin auf ihre eingespielten Teams – und hoffen, damit ihre Ausgangslagen aus ...
Bubendorf und Gelterkinden starten in die Rückrunde der 2. Liga
Für Bubendorf und Gelterkinden beginnt die Rückrunde der 2. Liga ohne grosse Veränderungen. Die beiden Clubs setzen weiterhin auf ihre eingespielten Teams – und hoffen, damit ihre Ausgangslagen aus der Vorrunde bestätigen zu können.
Alan Heckel
Während andere Vereine der höchsten regionalen Liga in der Winterpause fleissig auf dem Transfermarkt tätig waren oder sogar den Trainer wechselten (FC Birsfelden), war es bei den beiden Oberbaselbieter Clubs in der 2. Liga äusserst ruhig. «Im Gegensatz zur Konkurrenz sind wir richtig langweilig», witzelt Aleksandar Micic. Der Trainer des FC Gelterkinden kann lediglich Jannis Lüthy als «Neuzugang» präsentieren. Der Goalie hatte die Hinrunde wegen eines Kreuzbandrisses verpasst. Beim FC Bubendorf ist es derweil mit Eduart Idrizi ein Rückkehrer (FC Aesch), auf den Mischa Schäublin neu zurückgreifen kann. «Er ist aber noch verletzt und wird erst im April auf dem Platz stehen», so der Trainer.
Als Tabellenvierte blicken die Bubendörfer auf eine gute Vorrunde zurück. Entsprechend musste Schäublin das Fussballrad auf dem Sportplatz Brühl nicht neu erfinden. «Wir haben lediglich ein paar taktische Justierungen vorgenommen und gewisse Sachen optimiert», verrät der FCB-Trainer. Denn trotz allem habe es in der ersten Saisonhälfte Dinge gegeben, «die nicht ideal waren». Dabei denkt er vor allem an die Spiele gegen «kleinere», gut eingestellte Teams, mit denen die Blau-Gelben ihre liebe Mühe hatten.
Gegen die Topteams Aesch (0:2) und Kleinhüningen (2:2) hingegen machten die Oberbaselbieter eine gute Figur und hätten auch bessere Resultate erzielen können. «In 90 Minuten können wir jedes Team schlagen», ist Schäublin überzeugt, hält es aber für unrealistisch, dass seine Equipe nochmals ins Aufstiegsrennen eingreifen kann. «Über 30 Spieltage haben Aesch und Kleinhüningen einfach mehr Substanz.» Für den Trainer steht praktisch fest, dass man die Spielzeit zwischen Rang 3 und 5 beenden wird. «Wir lassen uns aber nicht gehen», verspricht er, zumal sein Team ja mit dem Basler Cup ein weiteres Eisen im Feuer hat. Am 24. März gastiert man im Viertelfinal beim FC Wallbach-Zeiningen.
Teambuilding auf Mallorca
Der FC Gelterkinden hingegen hat sich schon vergangenen Herbst aus dem Pokalwettbewerb verabschiedet. Als Sechster führt man in der Meisterschaft das breite Tabellenmittelfeld an, der Sieben-Punkte-Abstand zu den Abstiegsrängen ist zwar einigermassen beruhigend, doch der Trainer warnt davor, sich in falscher Sicherheit zu wiegen.
Die notwendigen Zähler im Kampf um den Ligaerhalt wollen die Gelterkinder bei der direkten Konkurrenz holen. «Viele Teams haben eine ähnliche Qualität – diese Spiele wollen wir auf unsere Seite ziehen», sagt Micic und hofft dabei auch auf die Heimstärke. Denn 8 von 13 Rückrundenpartien trägt man auf der Wolfstiege aus.
Während der Vorbereitung arbeiteten die Gelterkinder an der Physis, dazu standen Spielformen und das Einstudieren einer zweiten taktischen Formation auf dem Programm. Ausserdem ging es zum Teambuilding nach Mallorca, «obwohl ich gar nicht weiss, ob wir noch näher zusammenrücken können», lacht Micic. Denn der Grossteil des Kaders spielt schon seit vielen Jahren zusammen.
Der FCG-Trainer geht davon aus, dass sich in den vier Partien vor Ostern eine erste Tendenz abzeichnen wird, ob es eine ruhige oder nervenaufreibende Rückrunde für seine Truppe wird. Micic ist diesbezüglich aber zuversichtlich: «Drei von vier Spielen tragen wir zu Hause aus, die Gegner sind nicht übermächtig und wir sind parat!»

