Vom ausgesprochen gesunden Selbstbewusstsein der angeblich so sonnigen Gemeinde Johannesberg ist in unserer «Gurlifiengger»-Jahrespostille mit fast schon medizinisch bedenklicher Regelmässigkeit zu lesen. Einer breiteren Öffentlichkeit bislang verborgen ...
Vom ausgesprochen gesunden Selbstbewusstsein der angeblich so sonnigen Gemeinde Johannesberg ist in unserer «Gurlifiengger»-Jahrespostille mit fast schon medizinisch bedenklicher Regelmässigkeit zu lesen. Einer breiteren Öffentlichkeit bislang verborgen geblieben ist dieses Schild, das der oberste -bürger an den Dorfeingängen montieren liess. Solche Tafeln kennt man sonst von mondänen Kurorten: Ski alpin, Langlauf, Schlittschuhfahren, Thermalbäder, Museen, vielleicht noch ein Golfplatz. Auf dem Berg von
Sonnenkönig Johannes I. hingegen herrscht klare Reduktion aufs Wesentliche: Wandern und Feuerchen machen. Kann man ja sonst nirgends!
Besonders rätselhaft bleibt das dritte Piktogramm mit der Flasche. Eine kühne Vision? Ein historischer Rückblick? Oder schlicht ein Akt kommunaler Hoffnung? Denn wer den «Schangi», diese urtümliche Dorfbeiz, überhaupt noch offen antrifft, darf sich glücklich schätzen. Und immerhin: Ganz gelogen ist das Symbol nicht. Viel mehr als eine Flasche Bier gibt es dort tatsächlich nicht mehr. Aber hey – willkommen in Johannesberg. Sonnig. Sichtig. Sympathisch. Prost.