Die neue Gemeindepräsidentin stellt ihre Ideen vor
Cécile Schmidt Bur ist die erste Gemeindepräsidentin in der 800-jährigen Geschichte von Itingen. Sie kündigte an, den Kurs ihres Vorgängers fortzusetzen. Zudem will sie offen kommunizieren und für alle ...
Die neue Gemeindepräsidentin stellt ihre Ideen vor
Cécile Schmidt Bur ist die erste Gemeindepräsidentin in der 800-jährigen Geschichte von Itingen. Sie kündigte an, den Kurs ihres Vorgängers fortzusetzen. Zudem will sie offen kommunizieren und für alle zugänglich sein.
Willi Wenger
Die in Wenslingen aufgewachsene Cécile Schmidt Bur, welche die Schule in Itingen besucht hat und mit einem Unterbruch seit 2004 wieder im Dorf wohnt, hat in der vor ihr liegenden Zukunft nicht Spektakuläres vor. «Ich werde grundsätzlich auf dem bisherigen Pfad meines Vorgängers Martin Mundwiler weitermachen. Es wird also von meiner Seite vorerst nicht viel Neues zu erwarten sein», sagt die in Arisdorf heimatberechtigte erste weibliche Gemeindepräsidentin von Itingen.
Vorerst will sie Vertrauen schaffen und dabei die Kommunikation mit der Bevölkerung stärken. «Diese ist für mich unverzichtbar, sind doch ein respektvoller Umgang und Wertschätzung sehr wichtig.» Schmidt Bur hat vor, viel Zeit in Gespräche zu investieren.
Sie überlegt sich deshalb, unter anderem eine «Sprechstunde mit der Gemeindepräsidentin» einzuführen, so wie dies in anderen Gemeinden gängige Praxis ist. Sie zieht auch in Erwägung, an allen Gemeindeversammlungen einen Apéro zu etablieren. Dies schaffe Beziehungen und Vertrauen beim Kennenlernen.
Sozial eingestellt
Die sozial eingestellte Mutter zweier erwachsener Töchter will, dass die Itinger Bevölkerung glücklich und mit der Arbeit der Behörde zufrieden ist. Sie will im Rahmen ihrer Arbeit den «gesunden Hausverstand» ins Zentrum stellen, wo immer das möglich ist. Schmidt Bur wünscht sich, dass in der Gemeinde angstfrei kommuniziert werde. «Es gibt keine dummen Fragen. Ich bin so gesehen offen für alles.»
Schmidt Bur, die in einem ungefähren 30-Prozent-Pensum ihr Amt angetreten hat, sagt im Gespräch mit der «Volksstimme», dass bei der familienexternen Kinderbetreuung in Itingen noch Luft nach oben bestehe. «Wir müssen in diesem Bereich fraglos attraktiver werden.» Mittagstisch, Kita, Tagesbetreuung sind nur drei Beispiele, welche die Gemeindepräsidentin erwähnt. Die Gemeinschaft zu leben, sei für sie ebenfalls äusserst wichtig, sagt Schmidt Bur, der vorschwebt, öffentliche Plätze im Dorf zu erhalten und zu schaffen.
Dorfstrasse als Grossprojekt
Sie nennt die Aufwertung der Dorfstrasse als grosse Unbekannte. «Wir müssen dieses Projekt zwingend angehen. Ich glaube, es handelt sich um wenigstens ein Fünf-Jahres-Projekt. Mit der Vorplanung möchten wir im kommenden Jahr starten. Den entsprechenden Kredit werden wir ins Budget 2027 aufnehmen.»
In Itingen werde nicht Parteipolitik gemacht, sondern Sachpolitik, so die neue Präsidentin. Kein Gemeinderatsmitglied ist Mitglied einer politischen Partei. Dies sei gut so, kommentiert Schmidt Bur, die im Hauptberuf als Gymnastikpädagogin mit eigenem Betrieb tätig ist.
Sie ist seit zehn Jahren im Gemeinderat und war vorher zwei Jahre Mitglied des Schulrats. Als Ausgleich zum Beruf unternimmt die Familienfrau ausgiebige Spaziergänge mit ihrem Hund in der Natur. «Ich lese, bewege und kommuniziere gerne und bin kulturinteressiert.»