Klares Ja nach Zusatzschlaufe
18.06.2026 HölsteinGemeindeversammlung stimmt gemeinsamer Verwaltung zu
Hölsteins Bevölkerung gibt grünes Licht für den Verwaltungszusammenschluss mit Lampenberg. Zu reden gaben auch der Rechnungsabschluss 2025, die Wasserversorgung sowie die Folgen des schweren Unfalls beim Kindergarten ...
Gemeindeversammlung stimmt gemeinsamer Verwaltung zu
Hölsteins Bevölkerung gibt grünes Licht für den Verwaltungszusammenschluss mit Lampenberg. Zu reden gaben auch der Rechnungsabschluss 2025, die Wasserversorgung sowie die Folgen des schweren Unfalls beim Kindergarten Neumatt.
Elmar Gächter
Was sich bereits am Informationsabend vom 9. Februar in Hölstein abzeichnete, bestätigte sich an der von 56 Stimmberechtigten besuchten Gemeindeversammlung von Montag: Der Hölsteiner Souverän stimmte der Zusammenlegung der beiden Gemeindeverwaltungen von Hölstein und Lampenberg mit einem überzeugenden Ja bei einer einzigen Gegenstimme zu. Daran vermochte auch der Antrag eines Stimmbürgers, den Vertrag vor einer definitiven Beschlussfassung der Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission zur Prüfung vorzulegen, nichts zu ändern.
Ausgelöst durch personelle Engpässe der Gemeindeverwaltung Lampenberg kamen die beiden Gemeindebehörden überein, eine gemeinsame Verwaltung für Hölstein und Lampenberg zu prüfen. Der inzwischen erstellte und vom Kanton gebilligte Vertrag sieht vor, die beiden Verwaltungen am Standort in Hölstein zusammenzulegen. Für Lampenberg ergeben sich Vorteile wie der Abbau von Doppelstrukturen bei Personal, Informatik und Beschaffung sowie mittelfristig Kosteneinsparungen bei Personal, Gebäude und Infrastruktur. Auch für Hölstein orten die Verantwortlichen Einsparungspotenzial. Der Vertrag, der am 1. August in Kraft treten soll und auf unbestimmte Zeit abgeschlossen wird, regelt das Aufgaben- und Dienstleistungsangebot sowie die Organisation und die Finanzierung.
Antrag klar abgelehnt
Aus der Versammlung kam der Antrag, das Vertragswerk vor der Genehmigung der Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission prüfen zu lassen. Der Antragsteller vermisst Präzisierungen zur Definition der gemeinsamen Kosten sowie Hinweise zu Haftungsfragen. Die Versammlung lehnte den Antrag bei zwei Gegenstimmen ab. Ebenso klar stimmte sie dem Vertrag zu.
Gemeinderat Andreas Schäfer präsentierte den Rechnungsabschluss 2025 mit einem Ertragsüberschuss von rund 1,1 Millionen Franken – das Budget ging von einem Mehraufwand von rund 50 000 Franken aus. Der hohe Überschuss ist auf den letztjährigen Entscheid der Gemeindeversammlung zurückzuführen, die Spezialfinanzierung der Gemeindeantenne aufzulö- sen. Der Mehrertrag fliesst weitgehend in die Vorfinanzierung für die Aufstockung des Schulhauses Holde 2, dessen neue Räumlichkeiten 2025 in Betrieb genommen wurden.
Einem Antrag aus der letzten «Gmäini» folgend informierte Gemeinderätin Brigitte Maurer über den Vertrag, den Hölstein mit Lampenberg und Arboldswil über die Wasserversorgung zum Gugger abgeschlossen hat. Hölstein liefert durchschnittlich 250 Kubikmeter Trinkwasser pro Tag. Aus der Versammlung kamen Fragen zur Höhe des Wasserpreises, der auf 1 Franken pro Kubikmeter festgesetzt ist und der laut Maurer die Gestehungskosten der Gemeinde Hölstein deckt.
Mit den besten Genesungswünschen für das beim tragischen Unfall beim Kindergarten Neumatt schwer verletzte Kind orientierte die Gemeindepräsidentin Andrea Heger über den Stand der Abklärungen. Das Kind konnte inzwischen nach Hause zurückkehren. Die Unfallstelle bleibt weiterhin gesperrt. Der Gemeinderat hat sämtliche Spielplatzanlagen der Gemeinde von einer unabhängigen Fachfirma kontrollieren lassen. Erste Verbesserungsmassnahmen seien bereits umgesetzt und weitere würden folgen. Zudem sollen künftig alle Anlagen jährlich von einer externen Sicherheitsfirma geprüft werden.

