Indische Instrumente Tabla und Sitar sind in der «Kulturscheune» zu hören
vs. Wer die Sitar zum ersten Mal hört, vergisst sie nicht mehr. Dieser schwebende, fast singende Klang – getragen von bis zu 20 Saiten, verstärkt durch Resonanzsaiten, ...
Indische Instrumente Tabla und Sitar sind in der «Kulturscheune» zu hören
vs. Wer die Sitar zum ersten Mal hört, vergisst sie nicht mehr. Dieser schwebende, fast singende Klang – getragen von bis zu 20 Saiten, verstärkt durch Resonanzsaiten, die mitschwingen, ohne berührt zu werden – zieht die Zuhörenden in eine musikalische Welt, die in Europa kaum bekannt ist und doch sofort unter die Haut geht.
Zu hören ist die Sitar am 22. April in der Liestaler «Kulturscheune» in den Händen von Rohan Dasgupta, einem Sitar-Meister, der aus Indien angereist ist. An seiner Seite sitzt Tabla-Maestro Udai Mazumdar. Gemeinsam präsentieren sie «Raga Ecstasy» – ein Programm, das die nordindische klassische Musik in ihrer ganzen Tiefe und Schönheit erlebbar macht.
Das Instrument Sitar hat eine lange Geschichte: Schon im 13. Jahrhundert soll Amir Chusrau die Vorläuferin der Sitar im persischen Kulturkreis entwickelt haben. Die heutige Form mit ihrem charakteristischen Flaschenkürbis als Resonanzkörper, den beweglichen Messingbünden und dem geschwungenen Steg entstand etwa im 17. Jahrhundert.
Letzterer ist das Herzstück des unverwechselbaren Klangs: Die Saiten liegen nur zum Teil auf, was dieses eigentümliche Schwirren und Singen erzeugt.
Der Anlass ist zugleich ein Jubiläum: Der Verein CulturAll, seit 25 Jahren Brücke zwischen der Schweiz und Indien, feiert 2026 sein Vierteljahrhundert kulturellen Austauschs mit einer Tournee durch die Schweiz.
«Raga Ecstasy» – Sitar und Tabla. 22. April, 20 Uhr, «Kulturscheune» Liestal. Weitere Informationen und Tickets: kulturscheune.ch und www.culturall.ch