Projekttage der Kindergärten vom 11. bis 13. Mai
Im Verlauf eines jeden Schuljahres werden in unseren Kindergartenklassen im Rahmen der Prävention drei Schwerpunkte thematisiert. Ergänzend vertiefen wir alle zwei Jahre einen Aspekt an den gemeinsamen ...
Projekttage der Kindergärten vom 11. bis 13. Mai
Im Verlauf eines jeden Schuljahres werden in unseren Kindergartenklassen im Rahmen der Prävention drei Schwerpunkte thematisiert. Ergänzend vertiefen wir alle zwei Jahre einen Aspekt an den gemeinsamen Kinderschutz-Projekttagen. Bei diesen Themen arbeiten die Schulsozialarbeit und die Kindergärten besonders eng zusammen.
Prävention im Kindergarten bedeutet vor allem auch, dass die Kinder ihren Körper kennen, Zugang zu ihren Gefühlen haben und sich an die Stopp-Regeln halten können.
Warnungen sind gut, bewirken aber oft Verängstigung, Einschränkung und/oder Vermeidungsverhalten anstelle von Sicherheit. Deshalb legen wir den Schwerpunkt sehr bewusst auf die Stärkung des Selbstwertgefühls, aufs Kennen des eigenen Körpers, auf die Wahrnehmung der eigenen Gefühle und aufs Respektieren der eigenen sowie der Grenzen und der Persönlichkeit der Mitmenschen.
Kinder mit einem gesunden Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl laufen weniger Gefahr, missbraucht oder gemobbt zu werden. Kinder, die gelernt haben, sich auszudrücken, können eher von einem Übergriff erzählen.
An den diesjährigen Projekttagen beschäftigten wir uns mit dem Nebeneinander, Miteinander, Füreinander oder auch mal Gegeneinander. In unseren Klassen leben, spielen, arbeiten, lernen im Durchschnitt 20 Kinder gleichzeitig miteinander, manchmal füreinander, öfter nebeneinander und gelegentlich auch einmal gegeneinander. Auch diese sozialen Aspekte müssen zuerst einmal erfahren, gelernt, erlebt und ab und zu ausgehalten werden.
Während der drei Projekttage spielten wir vormittags miteinander, massen uns gegeneinander, taten so manches füreinander und arbeiteten nebeneinander. Dies taten wir mit Geschichten, Liedern, Spielen, spannenden Aufgaben und sinnlichen Erfahrungen. Wir sprachen über gute und schlechte Geheimnisse, übers Streiten und Versöhnen, dachten über unsere Gefühle nach und überlegten miteinander, was wir brauchen, damit uns allen wohl ist.
Nach dem freien Nachmittag durfte man montags und dienstags abends mit den Eltern die Erlebnisausstellung besuchen, die auf die vier Standorte verteilt war. Jeder Kindergarten hatte, neben den «klassischen» Themen, zusätzlich einen eigenen Schwerpunkt. Nach diesem Prinzip konnte man in jedem Kindergarten unterschiedliche Erlebnisposten entdecken.
Stephanie Hirschi und Vanessa Deldo, Lehrpersonen