«Kallhof» ist wieder offen
24.04.2026 EptingenRadica Laufenburger macht ihren Traum wahr
Im Jura ein Restaurant führen und in der Natur leben: Diesen Wunsch erfüllt sich Radica Laufenburger, denn sie eröffnet morgen Samstag mit ihrem Schwiegersohn das Bergrestaurant Kallhof in Eptingen. Dieses war seit sechs Jahren ...
Radica Laufenburger macht ihren Traum wahr
Im Jura ein Restaurant führen und in der Natur leben: Diesen Wunsch erfüllt sich Radica Laufenburger, denn sie eröffnet morgen Samstag mit ihrem Schwiegersohn das Bergrestaurant Kallhof in Eptingen. Dieses war seit sechs Jahren geschlossen.
Carolina Mazacek
Mit dem letzten Pächterpaar, das vor der Corona-Zeit den «Kallhof» unterhalb der «Challhöchi» in Eptingen verlassen hat, hat das beliebte Ausflugsgebiet einen nicht weniger beliebten Ort zum Einkehren verloren. Doch morgen Samstag, 25. April, öffnen die neuen Pächter Radica Laufenburger und ihr Schwiegersohn Branislav Radosevic die seit sechs Jahren geschlossenen Türen wieder.
Das Know-how bringt Radica Laufenburger mit: Sie hat jeweils zehn Jahre im Berggasthaus Hintere Wasserfallen in Reigoldswil und im Restaurant Sonne in Röschenz bei Laufen gearbeitet, wo sie in der Küche und im Service tätig war. Ihr Schwiegersohn Branislav Radosevic, der eigentlich mit der Gastronomie nichts am Hut hat, sagt: «Ich komme aus der Maschinenbaubranche, aber ich möchte meiner Schwiegermutter ihren Wunsch erfüllen.» Denn Laufenburger wollte schon immer ein Bergrestaurant führen. «Dieser Ort ist dafür perfekt», sagt sie begeistert.
Ursprünglich war geplant, dass ein anderes Pächterpaar den «Kallhof» im März dieses Jahres eröffnet (die «Volksstimme» berichtete.) Jedoch konnten sich der «Kallhof»- Besitzer Martin Bitterli und das Pächterpaar nicht über den Pachtvertrag einigen. «Wir kamen gemeinsam zum Schluss, dass es nicht gut auskommen würde», sagt Bitterli auf Anfrage. So war die Zukunft des «Kallhofs» wieder ungewiss.
Ein Familienbetrieb
«Wir haben im Herbst herumgefragt, ob ein Restaurant frei zu verpachten wäre», sagt Branislav Radosevic. Über Freunde sei die Familie schliesslich auf den «Kallhof» aufmerksam geworden. Das Gebäude besteht aus einer Wohnung und einem Restaurant. Zwar habe es einen Interessenten gegeben, der dort wohnen, jedoch keinen Gastronomiebetrieb führen wollte, wie Bitterli sagt und erklärt: «Da sich das Restaurant in einer Gewerbezone befindet, sei eine reine Wohnnutzung nicht erlaubt.» Deshalb suchte er gezielt nach jemandem, der bereit ist, das Restaurant zu betreiben und gleichzeitig vor Ort zu wohnen. Die Familie Radosevic erklärte sich dazu bereit – auch, weil Radica Laufenburger gerne auf dem Land wohnen möchte und die Kombination mit dem Betrieb eines Restaurants für sie ideal sei.
Radosevic sagt, das Restaurant sei in gutem Zustand. «Da bereits eine grosse Renovierung vorgenommen wurde und neue Tische und Stühle vorhanden waren, brachten wir nur einige Küchengeräte mit.» Auch die Küche sei gut in Schuss. Das Team wird noch von Laufenburgers beiden Töchtern ergänzt. «Wir sind ein Familienbetrieb», betont Radosevic und ergänzt: «Wir stehen zusammen da, wir möchten etwas aufbauen und dies gemeinsam tun.»
Die Küche wird typisch schweizerisch sein und nach dem Motto «von der Region für die Region» ausgerichtet, wie Laufenburger betont. «Ich werde das Brot selbst backen und die Torten mit meiner Tochter herstellen», sagt sie. Ob es aber auch eine «Metzgete» geben wird, ist noch unklar. «Wir schauen, wie das Geschäft laufen wird», sagt Radosevic.
Die beiden sind zuversichtlich, dass sie sich eine Stammkundschaft aufbauen werden. Auch, weil sich der «Kallhof» in einem der schönsten Ausflugsziele befindet: dem Bölchen. Das Restaurant ist an einem Knotenpunkt gelegen, von wo aus man nach Ifenthal, Eptingen oder über den «Chilchzimmersattel» nach Langenbruck kommt. «Wir spüren, dass das Interesse an einem Restaurant im Gebiet da ist», sagt Radosevic. Vor allem für Wanderer oder Velofahrer.
Morgen Samstag ist es so weit: Radica Laufenburger und Branislav Radosevic laden zu einem Eröffnungsapéro ein. Der grösste Wunsch der beiden, ein eigenes Restaurant in der Natur zu eröffnen, geht damit in Erfüllung, und Freunde und Familie stehen ihnen dabei zur Seite.

