Baudirektoren sprechen über die Klimapolitik
vs. Am Ende des Talks mit Ueli Mäder im Sissacher «Cheesmeyer» legten die beiden Regierungsratsmitglieder Isaac Reber (Grüne, BL) und Esther Keller (GLP, BS) ihre politische Zurückhaltung etwas ab: ...
Baudirektoren sprechen über die Klimapolitik
vs. Am Ende des Talks mit Ueli Mäder im Sissacher «Cheesmeyer» legten die beiden Regierungsratsmitglieder Isaac Reber (Grüne, BL) und Esther Keller (GLP, BS) ihre politische Zurückhaltung etwas ab: Sie kritisierten die Vielfliegerei und den Konsum von Billigprodukten aus China. Keller sagte, es gebe in dieser Hinsicht viele Fehlanreize, die dem Klima schadeten. Reber ergänzte: «Jeder Einzelne ist gefordert, sein Verhalten zu hinterfragen.»
Zuvor hatten sich die beiden Profis der politischen Kommunikation – Keller als ehemalige Journalistin, Reber mit mehr als 20 Jahren politischer Erfahrung – zu durchaus brisanten Themen «staatsmännisch» zurückhaltend geäussert. Zur Sprache kamen die Klimaziele, die Förderung erneuerbarer Energien, Gebäudesanierungen und verdichtetes Bauen. Zu Letzterem betonte Reber, wie wichtig es sei, dass Grünflächen wie Parks als Ausgleichsmassnahmen für neue Überbauungen in unmittelbarer Umgebung entstünden – und nicht irgendwo weit entfernt.
Dass Klima-, Energie- und Verkehrspolitik die Menschen emotional bewegt und oft ihr Eigentum betrifft, zeigte sich nicht nur in den Fragen beim gut besuchten Mäder-Talk, sondern auch in den Ausführungen von Esther Keller. Sie erzählte, dass sie selbst beim Einkaufen auf «eines der Hunderte von Baugesuchen», die ihr Departement bearbeite, angesprochen werde – oder dass sie für die kleinsten Massnahmen von der Bevölkerung in die Verantwortung genommen werde. Den Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern schätze sie jedoch sehr, so Keller.
Reber und Keller thematisierten auch den Druck, unter dem die Klimapolitik angesichts politischer Mehrheiten in der Schweiz und weltweit steht. «Manchmal ist es besser, ehrlich zu sein und die Ziele realistisch zu setzen, ohne dabei die Ambitionen aus den Augen zu verlieren», sagte Reber.