Jammen mit Philipp Fankhauser
20.10.2026 Kultur«KiK» feierte sein 30-jähriges Bestehen
Das Team des Vereins Kultur im Keller («KiK») hat am vergangenen Wochenende dessen 30-jähriges Bestehen gefeiert und schaut auf drei vielfältige und erfolgreiche Tage zurück.
Iris ...
«KiK» feierte sein 30-jähriges Bestehen
Das Team des Vereins Kultur im Keller («KiK») hat am vergangenen Wochenende dessen 30-jähriges Bestehen gefeiert und schaut auf drei vielfältige und erfolgreiche Tage zurück.
Iris Bösiger
Bereits im Vorfeld war klar, dass die Jam-Session mit Philipp Fankhauser am Donnerstag gut besucht sein würde. Und das war er dann auch. Im voll besetzten «KiK» gab der landesweit bekannte Blues-Musiker zu Beginn mit seinem Gitarristen Flo Bauer zwei Songs zum Besten, bevor er Musikerinnen und Musiker zu sich auf die Bühne holte, um mit ihnen zu Jammen. Die Musizierenden haben sich zusammen in die Sphären des Blues gespielt, immer wieder wechselnd und immer wieder mit anderen oder neuen Instrumenten.
Fankhauser sagte auf der Bühne, dass er seit 1996 nicht mehr an einer Jam-Session teilgenommen habe. «Da waren wir kurz unsicher, ob wir ihn für etwas verpflichtet haben, was ihm gar keinen Spass macht», sagt Sarah Schmid vom Verein Kultur im Keller. Aber es sei schnell klar geworden, dass er am Anlass grosse Freude hat. Fankhauser spielte zwei Sets und blieb anschliessend mit seinem kleinen Hund noch länger im Keller. «Das war sehr cool», schwärmt Sarah Schmid, die als Teil des «KiK»- Teams während der drei Tage an vorderster Front mit dabei war.
Nach Fankhausers Auftritt war der Abend noch lange nicht zu Ende und die Musikerinnen und Musiker haben weiter zusammen musiziert. «Die Stimmung war über den gesamten Abend sehr andächtig und das Feedback des Publikums sehr schön», berichtet Schmid.
Am Freitag stand Hip-Hop auf dem Programm. Auch dieser Anlass war komplett ausverkauft und es mussten Leute weggeschickt werden, weil der Kulturkeller die erlaubte Besucherzahl innert kürzester Zeit erreicht hatte.
Wieder mehr Hip-Hop-Konzerte
Die Formation «Gfaselbieter» bot dem begeisterten Publikum einen sensationellen Start in den Abend, gefolgt vom Glarner Rapper «Gabe», der den Besuchenden gekonnt noch mehr eingeheizt hat. Als Headliner stand «Shape» auf dem Programm, der mit seinen früheren Hits die Hip-Hop-Fans in eine Zeit zurückversetzte, in der solche Konzerte regelmässig überall stattgefunden haben.
Die Stimmung war ausgelassen, und es wurde auch an der After-Party mit «DJ Flink» noch bis in die frühen Morgenstunden gefeiert und getanzt. «Die Musiker, die an diesem Abend auf der Bühne standen, haben die Stimmung und die Technik im ‹KiK› gelobt und es hat uns bestärkt, in Zukunft wieder vermehrt Hip-Hop-Konzerte zu organisieren», betont Schmid.
Die «Cover-Night» am Samstag war zwar nicht ausverkauft, aber es waren mehr als genügend Menschen da, die auch diesen Abend unvergesslich gemacht haben. Die beiden Bands «Sons of Grease» und «Too Big to Fade» spielten Hits aus den 1960er- bis 1980er-Jahren, von den «Rolling Stones», den «Beatles» bis hin zu Bryan Adams und vielen mehr. «An diesem Abend wurde am meisten getanzt. Nach den Konzerten sind auch noch mehr Leute vorbeigekommen – die Hütte war plötzlich voll. Es sei wiederum sehr, sehr lange getanzt worden und wir mussten die Gäste frühmorgens nach Hause schicken, um uns ans Aufräumen zu machen», berichtet Sarah Schmid, die für das Booking des Kulturkellers am Bahnhof in Sissach verantwortlich ist.
Schmid zieht eine sehr positive Bilanz zum Jubiläumswochenende: «Diese drei Tage haben all unsere Erwartungen übertroffen und wir sind unglaublich happy, wie das alles über die Bühne gegangen ist. Wir haben uns sehr über das zahlreiche Erscheinen gefreut.»
Ein Dankeschön gehe an die Kulturkommission und die Bürgergemeinde Sissach, ohne deren Unterstützung die Konzertreihe nicht möglich gewesen wäre, so Schmid.
Man darf hoffen, dass der kleine Keller, versteckt hinter dem «Oliver Twist Pub» und der «Lounge 11» an der Bahnhofstrasse, auch die nächsten 30 Jahre überdauert und weiterhin ein vielfältiges kulturelles Programm anbietet, das Sissach und seine Umgebung ohne Frage sehr bereichert.


