Im ganz grossen Festfieber
08.09.2026 LampenbergDorffest zum 800-Jahre-Jubiläum war mit rund 9000 Besuchenden ein voller Erfolg
Mit einem vielfältigen Programm, liebevoll eingerichteten Beizchen und zahlreichen Attraktionen hat Lampenberg sein 800-jähriges Bestehen gefeiert. Das zweitägige Dorffest lockte Jung und ...
Dorffest zum 800-Jahre-Jubiläum war mit rund 9000 Besuchenden ein voller Erfolg
Mit einem vielfältigen Programm, liebevoll eingerichteten Beizchen und zahlreichen Attraktionen hat Lampenberg sein 800-jähriges Bestehen gefeiert. Das zweitägige Dorffest lockte Jung und Alt an und machte vor allem den starken Zusammenhalt im Dorf spürbar.
André Frauchiger
Der Slogan war eingängig: «800 Joor Lampi». Und das zweitägige Dorffest zum 800-jährigen Bestehen des Dorfes Lampenberg vom vergangenen Wochenende hinterlässt einen nachhaltigen, sehr guten Eindruck. Kein Zweifel: «Lampi» hat sich herausgeputzt, die vielen Feststände und Beizchen waren eine Augenweide. Mit viel Liebe zum Detail wurden die Lokalitäten hergerichtet, verbunden mit einem umfassenden und vielseitigen Kulinarik-Angebot. Und das Wetter zeigte sich «lampi-freundlich»: Es regnete nur kurz am frühen Samstagnachmittag. Am Sonntag gab es dann Prachts-Sommerwetter, ideal für das ganze Festgeschehen.
Längs der im Ortskern für das Fest abgesperrten Hauptstrasse reihten sich in bunter Reihenfolge Marktstände mit den unterschiedlichsten Angeboten und kleinere und grössere Beizchen. Besonders erwähnenswert sind die acht «Beizli», die eigens für das grosse Fest in privaten Scheunen alter Bauernhäuser eingerichtet wurden. Monatelange oder zum Teil sogar jahrelange Vorbereitungsarbeit steckte dahinter. Auch die rund 20 Marktstände mit regionalen oder selbst produzierten Angeboten kamen sehr originell daher.
Das achtköpfige Organisationskomitee unter der Leitung von Michael Hofer hat sein gestecktes Ziel erreicht: Kinder, Jugendliche und Erwachsene jeglichen Alters kamen auf ihre Kosten. Vielseitiges Essen, Musik, Spiel und Spass liessen die Feststunden sehr rasch vorübergehen. Und die Zusammengehörigkeit im Dorf war trotz vieler auswärtiger Besucherinnen und Besucher auf Schritt und Tritt zu spüren. Eine ausgezeichnete Feststimmung liess sich beim Besuch unschwer feststellen. Fröhliche Gesichter überall. Laut Michael Hofer verzeichnete das Fest insgesamt rund 9000 Besucherinnen und Besucher.
Grosse Auswahl für Hungrige
Südliches Flair brachte bereits nach dem Festeingang das «Grotto Ticinese» mit Risotto und Fleischplättli, zubereitet unter freiem Himmel. In «Lampis Biergarten» gab es neben Bier auch Weisswürste, eine Pfanne voll Spätzli und Hot Dog zu essen, in der «Lammpistube» Lamm-Hamburger und Würste. Cowboyfans verzogen sich ins «Dalton’s Inn» zu saftigen Steaks und Pommes und schwelgten ganz in der Lucky-Luke-Kultur. Raclette in der «Raclette-Stube», Älplermagronen in der «Holzschüüre und Saagibar», Wildschwein-Hamburger im «Jagd und Natur Beizli» und Treberwurst in der «Dielenberger Wyystube», Paella im gleichnamigen Stübli und Curry im «Poffertjes Chalet», Pouletgerichte im «Turnerstübli» und Fisch mit Salzkartoffeln luden Hungrige zum Verweilen ein.
Auch die übrige Kultur kam zum Zug. Besonders die eigens sehr sorgfältig eingerichtete Brockenstube mit vielen Dorffotos aus alter Zeit und typischen bäuerlichen Gegenständen vermittelte einen Einblick in das Leben der Menschen in früherer Zeit, als Lampenberg nicht vor Wohlstand strotzte. Es war ein Moment zum Innehalten und Nachdenken über die «gute alte Zeit».
Mittanzen und mitsingen
Der Programm-Höhepunkt besonders für Jüngere folgte gleich beim Festeingang, wo ein recht hoher Kletterbaum unerschrockene Kinder forderte. Feuerwehr, Polizei, Sanität und Zivilschutz ermöglichten Einblicke in ihren Arbeitsalltag, zudem konnten Kinder, meist zusammen mit ihren Eltern, einen Bagger steuern. Ein Kinderparadies mit einer Hüpfburg und einem Sandkasten, Ponyreiten, Kinderschminken und eine «Chillecke» in einer «Jugendhütte» standen ebenfalls bereit. Am Samstag begeisterte der bekannte Schweizer Liedermacher und Kinderbuchautor Linard Bardill auf der Festbühne (siehe Seite 4). Er wurde unterstützt von unzähligen kleinen Kindern, die fröhlich auf der Bühne mitwippten. Es herrschte eine mitreissende Stimmung. Nicht nur die Kleinen freuten sich über den Auftritt des Liedermachers aus dem bündnerischen Scharans. Linard Bardill hat übrigens viele Jahre im Oberbaselbiet gelebt, wie er gegenüber der «Volksstimme» stolz erklärte. Ein weiterer musikalischer Höhepunkt war am Samstag der Auftritt der einheimischen Sängerin Elle, mit bürgerlichem Namen Michèle Bircher, die in Lampenberg aufgewachsen ist. Sie überzeugte bei ihrem ersten Auftritt in ihrem Wohnort mit teils sehr emotionalen, persönlichen Liedern und mit ihrer ausdrucksstarken Stimme. Elle bewegte sich sicher und überzeugend in den Musikstilen Pop, Rock und Soul. Am Samstag auf der Festbühne ebenfalls beeindruckt hat die Jugend-Brass-Band «RML». Mitreissenden Mundartrock lieferte «Volxrox».
Am Sonntag überzeugte in der morgendlichen Jodlermesse der Auftritt des Jodlerklubs Hohwacht aus Lauwil. Die Auftritte der Trachtengruppe Sissach in der Festmeile, das Schauschwingen des Schwingklubs Waldenburg sowie die Darbietung von «George und Band» auf der Festbühne bildeten den krönenden Abschluss des Dorf-Jubiläums.
«Eine grosse Freude»
fra. OK-Präsident Michael Hofer zeigte sich am Sonntagabend höchst zufrieden über den Festverlauf. Das Ganze sei nur möglich gewesen dank unzähliger Helferinnen und Helfer, und zwar in der Planung, beim Aufbau, während des Festes und in den nächsten Tagen beim Abbau. Es habe bereits viele Komplimente und positive Rückmeldungen gegeben. «Am Ende bleibt vor allem eines: die grosse Freude darüber, was wir als Dorf gemeinsam auf die Beine gestellt haben», sagte Hofer.


