Im Einsatz für die Bevölkerung
28.04.2026 BaselDelegiertenversammlung des Feuerwehrverbands beider Basel
Neben den üblichen Tages- und Standardgeschäften hiess die Delegiertenversammlung des Feuerwehrverbands beider Basel auch einen Anhang der Statuten gut. Einige Rochaden gab es im Vorstand.
Otto ...
Delegiertenversammlung des Feuerwehrverbands beider Basel
Neben den üblichen Tages- und Standardgeschäften hiess die Delegiertenversammlung des Feuerwehrverbands beider Basel auch einen Anhang der Statuten gut. Einige Rochaden gab es im Vorstand.
Otto Graf
Die jährliche Delegiertenversammlung des Feuerwehrverbands beider Basel ist zweifellos von traditionellen Elementen geprägt. Von einem Folkloreanlass zu sprechen, trifft jedoch in keiner Art und Weise zu. Würdigung der Leistungen und der Verdienste von Feuerwehrleuten, das Gedenken an die Dahingegangenen, das leibliche Wohl und der musikalische Rahmen ergeben zusammen mit den statutarischen Geschäften eine harmonische Mischung, die bei den Delegierten, Ehrenmitgliedern und Gästen ankommt – und entsprechend beliebt ist.
Nach Kaffee mit Gipfeli und je zwei Strophen des Basler Marsches und des Baselbieterlieds konnte Verbandspräsident Dominik Straumann am Samstag im Setzwerk in Arlesheim, einem modernen Kulturund Tagungszentrum, 87 Personen, die 403 Delegiertenstimmen verkörperten, sowie zahlreiche Ehrenmitglieder und Gäste begrüssen. Insgesamt wohnten dem Anlass rund 200 Personen bei. Mit besinnlichen Worten und begleitet vom Musikverein Reinach gedachte Straumann der in den vergangenen zwölf Monaten verstorbenen Mitglieder des Verbands.
«Ich bin wegen der Leute hierher gekommen», betonte Regierungspräsident Anton Lauber. Damit brachte der Finanzdirektor seine Verbundenheit mit den Angehörigen der Feuerwehr (AdF) zum Ausdruck. Er würdigte ausserdem den hohen Ausbildungsstand der Kader und der AdF. Wie Simon Hürlimann, neuer CEO der Basellandschaftlichen Gebäudeversicherung (BGV), in seiner Botschaft berichtete, habe er auf einem Fussmarsch von Schönenbuch bis «Ammel» viel darüber erfahren, wie das Baselbiet tickt. Eine weitere Grussbotschaft vermittelte Stephan Hohl, der im Gemeinderat von Aesch sitzt und als Vizepräsident amtet.
Neue Berechnungsbasis
Die recht detaillierten Jahresberichte konnten alle im mehr als 40 Seiten umfassenden Geschäftsbericht nachgelesen werden. Das Gleiche gilt für die Jahresrechnung, auf die Finanzchef Daniel Spiess kurz einging. Die fünf separat geführten Kassen warfen einen Gewinn von gut 4100 Franken ab, die das Verbandsvermögen auf mehr als 127 000 Franken anwachsen liessen.
Das Budget 2026 sieht einen Überschuss von 6000 Franken vor. Diskussionslos brachte Spiess einen Anhang der Statuten durch. Dabei geht es um die Berechnungsgrundlagen der Beiträge der Feuerwehrorganisationen und der anderen Mitglieder an den Verband sowie um die Zahl der betreffenden Delegiertenstimmen.
Feuerwehrinspektor Werner Stampfli, der Ende Jahr seinen Dienst quittieren wird, verwies auf das höchst positive Echo mehrerer Parlamentarierinnen und Parlamentarier, das sein Brief nach Bern ausgelöst habe. In jenem Schreiben bemängelte Stampfli die in amtlichen Verlautbarungen oft fehlende Wertschätzung der Leistungen der Feuerwehr bei gewissen Ereignissen.
Als Tagespräsident führte Regierungspräsident Anton Lauber die Wahlen durch. Das Präsidium liegt weiterhin in der Hand von Dominik Straumann, Kdt Stützpunktfeuerwehr Muttenz. Ihm zur Seite stehen die Ressortleitenden Andreas Gerber, Christine Gerber, Andreas Geu, Daniel Spiess und Talina Zeugin. Dominik Müller, Ressort Feuerwehr, scheidet aus dem Gremium aus und wird nicht ersetzt. Künftig führt Daniel Spiess die Sparte. Landrat Martin Karrer (Pfeffingen), Mitglied Zentralvorstand Schweizerischer Feuerwehrverband, richtete ebenfalls einige Worte an die Anwesenden. Schliesslich ehrte die Versammlung die Hauptleute Markus Burger, Daniel Hachen, Marco Jenny und Silvan Schweizer sowie Oblt Markus Weber, die es alle auf mindestens zehn Dienstjahre gebracht haben.

