Im «Bad» kocht ein neuer Chef
30.06.2026 EptingenBrüder Tortomasi haben den Gasthof verlassen
Für den Sternekoch Gabriele Tortomasi hätte im Sommer im «Bad Eptingen» ein zusätzliches Gourmet-Restaurant eröffnet werden sollen. Jetzt haben Tortomasi und sein Bruder, Sommelier Gabriele Tortomasi, das ...
Brüder Tortomasi haben den Gasthof verlassen
Für den Sternekoch Gabriele Tortomasi hätte im Sommer im «Bad Eptingen» ein zusätzliches Gourmet-Restaurant eröffnet werden sollen. Jetzt haben Tortomasi und sein Bruder, Sommelier Gabriele Tortomasi, das «Bad» verlassen. Der Nachfolger heisst Mario Lacroix.
Peter Sennhauser
Wieder ein bedeutender Personalwechsel im Restaurant «Bad Eptingen»: Seit Anfang Juni kocht der aus der Innerschweiz stammende Mario Lacroix, der zuletzt im Hotel «Friedhelm» in Weggis mit 13 Gault-Millau-Punkten bewertet wurde. Lacroix ersetzt Daniele Tortomasi, der erst im Oktober im «Bad» angefangen hatte.
Er habe sich im «Bad Eptingen» willkommen gefühlt und habe speziell durch die Person von Geschäftsführer Patrick Fries Wertschätzung erfahren: Das hatte der 32-jährige Deutsche Sterne-Koch Daniele Tortomasi noch im März der «Volksstimme» erzählt und verkündet, dass «im Sommer» ein rund 20 Plätze aufweisendes Gourmet-Lokal innerhalb des «Bades» eröffnet werde.
Daraus wird vorerst nichts, bestätigt Patrick Fries auf Anfrage der «Volksstimme». Die Gebrüder Tortomasi, die gemäss Aussagen des jungen Küchenchefs in der «Volksstimme» grundsätzlich zu zweit auftreten, hätten das «Bad» bereits verlassen: Sommelier Gabriele Tortomasi im Mai, Küchenchef Daniele Tortomasi theoretisch per Ende Juni, er sei aber bereits zu Monatsanfang durch den vor allem aus dem Luzerner «K&K Franz» bekannten Mario Lacroix ersetzt worden.
Mario Lacroix
Lacroix dürfte aus dem Netzwerk von Patrick Fries stammen, der selber aus der Region Luzern kommt und die dortige Gastronomie aus dem Effeff kennt. Auch das «Franz» genoss in den vier Jahren seiner Existenz zwischen 2020 und 2024 bei Gault Millau einen hervorragenden Ruf und war für österreichische Spezialitäten und als Treffpunkt von Liebhabern der «K&K-Lebensart» berühmt. Die Verbindung zum «Bad Eptingen» dürfte dem aus der Innerschweiz stammenden Fries zuzuschreiben sein.
Dieser will den Abgang der beiden Tortomasis nicht kommentieren: Es hätten sich unterschiedliche konzeptionelle Vorstellungen ergeben, sagt er auf Anfrage nur. Das geplante Gourmet-Restaurant sei nicht aufgehoben, derzeit aber wohl «auf unbestimmte Zeit» aufgeschoben.
Das «Bad Eptingen» hat seit dem Verkauf an den Luzerner Multimillionär Hermann Alexander Beyeler im Jahr 2024 bereits einige personelle Wechsel durchgemacht.
Gewichtige Abgänge
Nachdem der vom ehemaligen Patron Heinz Schwander als Nachfolger bestimmte Jakub Krol nach einem halben Jahr den Betrieb verlassen hat, musste sein Nachfolger, der Innerschweizer Gastro-Fachmann Patrick Fries, bald auch schon einen Nachfolger für den langjährigen Küchenchef Emmanuel Friedmann suchen, der mit seiner Frau Simone zusammen inzwischen das Restaurant «Heimelig» in Bubendorf eröffnet hat.
