Hoffnung auf Überraschung währt nur kurz
13.10.2026 Sport, UnihockeyCup, Frauen: TSV Bubendorf – UHC Oekingen 3:10 (1:4; 1:4; 1:2)
Die Frauen des TSV Bubendorf müssen sich im Achtelfinal des Kleinfeld-Cups dem amtierenden Meister und Cup-Sieger Oekingen mit 3:10 geschlagen geben. Nach einem vielversprechenden Beginn setzt sich die Klasse der ...
Cup, Frauen: TSV Bubendorf – UHC Oekingen 3:10 (1:4; 1:4; 1:2)
Die Frauen des TSV Bubendorf müssen sich im Achtelfinal des Kleinfeld-Cups dem amtierenden Meister und Cup-Sieger Oekingen mit 3:10 geschlagen geben. Nach einem vielversprechenden Beginn setzt sich die Klasse der Solothurnerinnen durch.
Michael Herrmann
Die Frauen des TSV Bubendorf haben im Achtelfinal des Liga-Cups kurz von der Überraschung geträumt. Gegen den Schweizer Meister und Cup-Sieger UHC Oekingen gingen die Baselbieter Kleinfeld-Erstligistinnen früh in Führung. Doch der Favorit reagierte prompt und setzte sich am Ende souverän mit 10:3 durch. Damit ist die Cup-Saison für Bubendorf beendet.
Die Ausgangslage hätte kaum unterschiedlicher sein können. Auf der einen Seite die Bubendörferinnen, die sich in der 1. Liga etablieren und erneut um die Play-off-Plätze mitspielen wollen. Auf der anderen Seite der amtierende Schweizer Meister und Cup-Sieger, der seit Jahren zu den besten Kleinfeld-Teams des Landes gehört. Dennoch wollten sich die Gastgeberinnen nicht bereits vor dem Anpfiff geschlagen geben.
«Wir freuen uns riesig auf dieses Spiel und werden alles geben», hatte Trainerin Simone Dolder vor der Begegnung erklärt. Der Liga-Cup geniesst innerhalb ihres Teams einen hohen Stellenwert. Noch in der vergangenen Saison hatten die Baselbieterinnen den Viertelfinal erreicht. Entsprechend gross war der Wunsch, auch diesmal möglichst weit zu kommen.
Klasse setzt sich durch
Gegen den haushohen Favoriten gingen die Bubendörferinnen in der 7. Minute durch Delia Plattner in Führung. Doch die Freude währte nicht lange. Die Gäste aus dem Kanton Solothurn reagierten prompt mit dem Ausgleich und übernahmen in der Folge das Spieldiktat. Die Solothurnerinnen zwangen Bubendorf zunehmend in die Defensive. Nach dem Ausgleich gerieten die Baselbieterinnen in Rückstand und mussten fortan einem Vorsprung der Gäste hinterherlaufen.
Spätestens im zweiten Drittel wurden die Kräfteverhältnisse deutlich. Oekingen spielte seine individuelle Klasse und die grössere Erfahrung konsequent aus. Die Gäste agierten abgeklärt, kontrollierten das Geschehen und liessen den Bubendörferinnen kaum Möglichkeiten, entscheidend ins Spiel zurückzufinden. Auch im Schlussdrittel änderte sich daran wenig. Der Favorit verwaltete seinen Vorsprung souverän und liess nichts mehr anbrennen.
Dabei hatte sich Bubendorf durchaus etwas vorgenommen. «Wir wollen über die gesamten 60 Minuten Vollgas geben», betonte Dolder vor der Partie. Speziell im Cup, wo, anders als in der Meisterschaft, dreimal 20 Minuten mit effektiv gestoppter Spielzeit ausgetragen werden, können taktische Anpassungen und Standardsituationen eine wichtige Rolle spielen.
An der gewohnten Vorbereitung hatte das Trainerteam dennoch festgehalten. Zusätzliche Trainingseinheiten waren kein Thema gewesen. Vielmehr wollte der TSV Bubendorf mit taktischen Varianten bei Freistössen und einer etwas höheren Risikobereitschaft versuchen, den Favoriten zu fordern. Letztlich erwies sich Oekingen jedoch als eine Nummer zu gross.
Fokus auf die Meisterschaft
Mit der 3:10-Niederlage endet die diesjährige Cup-Reise für den TSV Bubendorf bereits im Achtelfinal. Nach dem Viertelfinaleinzug in der vergangenen Saison hätten die Baselbieterinnen gerne erneut für positive Schlagzeilen gesorgt. Gegen den amtierenden Double-Gewinner blieb die erhoffte Überraschung jedoch aus.
Viel Zeit, um der verpassten Chance nachzutrauern, bleibt nicht. In der Meisterschaft wollen die Bubendörferinnen an ihren gelungenen Saisonstart anknüpfen und sich erneut einen Platz unter den besten vier Teams sichern. Die Begegnung mit Oekingen zeigte eindrücklich, wie hoch die Messlatte an der nationalen Spitze liegt. Gleichzeitig dürfte das Duell mit einem solchen Gegner wertvolle Erfahrungen für den weiteren Saisonverlauf gebracht haben.



