Im Eibach wird Platz für künftige Wassermassen geschaffen
tho. Wo derzeit kein oder kaum Wasser fliesst, wird bereits für den Fall vorgesorgt, dass es in zu grossen Mengen zurückkehrt: Im Eibach in Gelterkinden sind nahe der Mündung in die Ergolz ...
Im Eibach wird Platz für künftige Wassermassen geschaffen
tho. Wo derzeit kein oder kaum Wasser fliesst, wird bereits für den Fall vorgesorgt, dass es in zu grossen Mengen zurückkehrt: Im Eibach in Gelterkinden sind nahe der Mündung in die Ergolz Bagger aufgefahren. Das Tiefbauamt entfernt dort Ablagerungen, sogenannte Auflandungen, aus dem Bachbett. Die Arbeiten erfolgen im Bereich von der Ergolzmündung bis zur Strehlgasse, wie die Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD) auf Anfrage der «Volksstimme» mitteilt.
Die Ablagerungen – Material, das der Bach in den vergangenen Jahren aus dem Eital mitgebracht hat – könnten bei Hochwasser dazu führen, dass zu wenig Wasser abfliessen kann. Deshalb werden sie entfernt. Mit denkbaren Massnahmen gegen das periodische Austrocknen des Eibachs hätten die Arbeiten hingegen nichts zu tun, hält die Direktion auf Anfrage fest.
So viele negative Auswirkungen die Trockenheit derzeit auch hat: Dem Tiefbauamt kommt sie in diesem Fall entgegen. Die Arbeiten seien seit Längerem geplant und gezielt auf eine geeignete Trockenphase gelegt worden. Auflandungen in den Baselbieter Fliessgewässern würden im Rahmen des Gewässerunterhalts ungefähr alle sieben Jahre entfernt. Weil im Eibach momentan kein oder kaum Wasser fliesst, kann das Tiefbauamt auf teure Wasserumleitungen verzichten und die Bauarbeiter können die Arbeiten trockenen Fusses ausführen. Gleichzeitig würden noch wasserführende Abschnitte und die darin lebenden Organismen geschont, so die BUD.
So sorgt ausgerechnet der Wassermangel dafür, dass sich Gelterkinden besser auf zu viel Wasser vorbereiten kann. Das nächste Hochwasser kommt bestimmt.