Zweites Open Air der Musikschule beider Frenkentäler
Trotz hochsommerlicher Temperaturen liessen sich weder Publikum noch Musizierende die Freude verderben: Am zweiten Open Air der Musikschule beider Frenkentäler in Bennwil begeisterten mehr als 200 Kinder und Jugendliche mit ...
Zweites Open Air der Musikschule beider Frenkentäler
Trotz hochsommerlicher Temperaturen liessen sich weder Publikum noch Musizierende die Freude verderben: Am zweiten Open Air der Musikschule beider Frenkentäler in Bennwil begeisterten mehr als 200 Kinder und Jugendliche mit einem vielfältigen Programm.
Hanspeter Thommen
Es war sehr heiss am vergangenen Samstag. Und ausgerechnet für diesen Tag plante die Musikschule beider Frenkentäler in Bennwil ihr zweites Open Air.
Aufgrund der Wetterprognose empfahl die Musikschule dem Publikum und den Musizierenden, sich mit Sonnencreme und Sonnenhut auszustatten. Zudem wurden auf dem für das Publikum vorgesehenen Hartplatz schattenspendende Partyzelte aufgestellt. Die Musikschule beider Frenkentäler scheint für ihre Open Airs solches Wetter gepachtet zu haben, meinte der Musikschulleiter Andreas Jörin zur «Volksstimme». Schon die erste Ausgabe vor vier Jahren beim Hofgut Grosstannen in Bubendorf war geprägt von hohen Temperaturen.
Die Hitze tat jedoch der Spielfreude und der Musikalität der Vorträge überhaupt keinen Abbruch. Eröffnet wurde das Festival von den drei Blasmusikformationen. Die Beginners Band, liebevoll «Begi-Band» genannt, spielte auf einer Fläche neben dem Sportplatz. Ihr folgte die Mezzo-Band, danach die Jugendband Frenkentäler. Zum Abschluss spielten alle drei Formationen ein paar Stücke zusammen.
Mutige Solo-Auftritte
Nach dieser Eröffnung ging das Konzert so richtig los. Auf einer eigens aufgebauten Aussenbühne sangen zuerst der «Kinderchor Bämbel» zusammen mit dem Gemischten Chor «Bämbel-Bees». Anschliessend belegte eine bunte Nummernfolge das breite Angebot der Musikschule. Neben einer musizierenden Familie aus Bennwil selbst, einer Jugend-Rockband und einem Jazz-Ensemble bis hin zu einem 50-köpfigen Streicherorchester gab es vieles zu sehen und zu hören. Besonderen Mut brauchte es für die Solo-Auftritte von verschiedenen Sängerinnen, die bei der Musikschule Gesangsunterricht geniessen.
Zur Abkühlung wurden an Ständen Getränke und Bauernhof-Glaces verkauft. Dafür waren die Verantwortlichen auf die Mithilfe des Frauenvereins und des Damenturnvereins angewiesen. Sogar der Gemeinderat Bennwil half tatkräftig mit. Wem es auf dem Platz zu heiss wurde, der konnte sich in den Gemeindesaal zurückziehen. Dieser wurde mit mobilen Klimageräten gekühlt. Auch wenn damit der Begriff «Open Air» nicht mehr ganz stimmte, wurden auch hier musikalische Genüsse angeboten.
Nach Tango sowie frühbarocker Leckerbissen mit dem Dulzian, einem Vorgängerinstrument des Fagotts, waren die Kleinen an der Reihe. Den Anfang machten Kinder aus dem Kindergarten und aus der 1. und 2. Primarschulklasse von Bennwil. Übernommen wurde die Bühne von je einer Formation der 3. und 4. Klasse sowie aus der 5. und 6. Klasse. Die weiteren Vorträge gehörten meist zur Kategorie «leise Töne». Deshalb war der Vortragsort sehr gut gewählt.
Das ganze Festival dauerte bis abends um zehn Uhr. Schliesslich hatten mehr als 200 Kinder und Jugendliche auf der Bühne gestanden. Es machte den Musikerinnen und Musikern sowie dem Publikum gleichermassen viel Spass.