Heisse Szenen im Homburgertal
03.11.2026 LäufelfingenVerbundfeuerwehr übt für verschiedene Einsätze
An der Hauptübung der Feuerwehr Homburg stellten die Einsatzkräfte ihr Können unter Beweis: Anhand von Szenarien zeigten sie, wie sie bei Bränden und sonstigen Einsätzen vorgehen. Gleichzeitig erhielten ...
Verbundfeuerwehr übt für verschiedene Einsätze
An der Hauptübung der Feuerwehr Homburg stellten die Einsatzkräfte ihr Können unter Beweis: Anhand von Szenarien zeigten sie, wie sie bei Bränden und sonstigen Einsätzen vorgehen. Gleichzeitig erhielten die Zuschauer wertvolle Tipps zur Prävention und Sicherheit im Alltag.
Erika Bachmann
Ein verunfalltes Auto, zwei eingeklemmte Personen und plötzlich aufsteigender Rauch: An der Hauptübung der Feuerwehr Homburg beim Werkhof Läufelfingen waren die Einsatzkräfte gleich mehrfach gefordert. Bevor die 74 Feuerwehrangehörigen aus den sechs Gemeinden Buckten, Häfelfingen, Känerkinden, Läufelfingen, Rümlingen und Wittinsburg ihr Können unter Beweis stellten, eröffnete das Alphorn-Trio «Mir wei luege» den Anlass musikalisch. Zuvor hatte Kommandant Daniel Spiess die Anwesenden begrüsst und mit einer Schweigeminute des kürzlich verstorbenen Feuerwehrkameraden Lukas Hess gedacht.
Zunächst demonstrierte die Jugendfeuerwehr mit ihren aktuell sieben Mitgliedern unter der Leitung von Jascha Hunziker, wie ein Seilzugapparat an einem vom Weg abgekommenen Fahrzeug angebracht wird. Besonderes Augenmerk legten die Jugendlichen dabei auf die Sicherung des Autos. Die zügige Arbeit der jungen Feuerwehrleute wurde positiv beurteilt.
Die Aufgaben der Feuerwehr wurden mit einem Unfall eines Personenwagens nach Abladen von Holz demonstriert: Das Fahrzeug verursachte beim unsachgemässen Rückwärtssetzen eine Kollision mit einem Holzstapel. In der Folge wurde eine Person vom davonrollenden Holz eingeklemmt und eine Person steckte im Auto fest, auf dessen Dach ein grosser Stamm drückte. Während der Personenrettung entstand zusätzlich ein Brand am Fahrzeug.
Die Einsatzkräfte zeigten den geordneten Einsatz mit klaren Befehlen, retteten die eingeklemmte Person und löschten das Feuer. Da der Baumstamm auf dem Auto als instabil beurteilt wurde, musste dieser beidseitig gesichert werden. Parallel dazu wurde die Person im Fahrzeug betreut. Das Feuer wurde unter Kühlung kontrolliert abgebrannt. Bei einem Realeinsatz wäre dafür Schaum eingesetzt worden, auf den bei der Übung aus Umweltschutzgründen verzichtet wurde.
Nach dem Einsatz beurteilte Leutnant Christoph Roth den Ablauf des Einsatzes mit lobenden Worten und betonte die nötige Achtsamkeit auf die eigene Sicherheit als Feuerwehrperson. So hat die rechtzeitige Nutzung von Atemschutz bei Rauchentwicklung grosse Priorität. Die erste Personenrettung erfolgte in einer Top-Zeit von neun Minuten und für die Person im Fahrzeug waren wegen der Sicherung des Fahrzeugs mit dem Baumstamm zwölf Minuten nötig.
Wasser ist nicht immer gut
Im dritten Teil der Übung wurden praxisnahe Themen für die Bevölkerung demonstriert. Instruktor Andreas Murer von der Firma Primus erklärte alltägliche Vorfälle und zeigte das richtige Löschen. Erschreckend zeigte sich, welche Folgen der Einsatz von Wasser beim Löschen eines Fettbrands in einer Pfanne haben kann. Als weiteres Beispiel wurde eine unter Druck stehende Deo-Spraydose grosser Hitze ausgesetzt, bis sie mit einem lauten Knall explodierte.
Abschliessend folgte der Rapport des Kommandanten mit den Beförderungen. Im hellen Sonnenschein bildete die aufgestellte Feuerwehr-Mannschaft mit dem Alphorn-Trio einen würdigen Rahmen für den Rückblick und die Beförderungen.
Mit dem Rückblick auf die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr im Jahr 2026 wurde gleichzeitig für weiteren Nachwuchs geworben. Das Leiterteam mit Jascha Hunziker, Dominik Wider, Severin Weissenberger und Rafael Zumbrunn freut sich über interessierte junge Leute. Letzterer wurde für sein langjähriges Engagement gebührend aus seiner Funktion verabschiedet. Während 16 Jahren nahm er an insgesamt 119 Übungen, Sitzungen und Veranstaltungen teil. Die ersten acht Jahre engagierte er sich als Teilnehmer, die folgenden acht Jahre als Leiter.
Für die Erfüllung ihrer Aufgaben ist die regelmässige Aus- und Weiterbildung der Feuerwehrangehörigen zentral. Zahlreiche Mitglieder absolvierten entsprechende Kurse. Eine Beförderung wurde von der Gemeinderätin von Buckten, Erna Reimann, vorgenommen. Sie konnte Eva Nebiker zur neuen Fourierin ernennen. Für besonders umfassende Leistungen im Feuerwehrdienst wurde sieben Personen für die Teilnahme an 100 Prozent aller Übungen und Anlässe gedankt.
Läufelfingens Gemeindepräsident Michael Dinter bedankte sich für den Einsatz der Feuerwehr für das Homburgertal, und Kommandant Daniel Spiess, der sich auch beruflich bei der Betriebsfeuerwehr der Roche mit Sicherheitsthemen befasst, konnte mit der Hauptübung zufrieden sein.

