Umbau von Bauernhaus in Theaterscheune läuft nach Plan
In Arisdorf entsteht in einem gegen 200 Jahre alten Bauernhaus ein Kleintheater für bis zu 50 Personen. Die Umbauarbeiten sind dank Teamgeist auf Kurs. Die Premiere am 6. Juni ist ein wegweisendes Datum für den Verein ...
Umbau von Bauernhaus in Theaterscheune läuft nach Plan
In Arisdorf entsteht in einem gegen 200 Jahre alten Bauernhaus ein Kleintheater für bis zu 50 Personen. Die Umbauarbeiten sind dank Teamgeist auf Kurs. Die Premiere am 6. Juni ist ein wegweisendes Datum für den Verein Theatermühle Arisdorf.
Willi Wenger
Seit vergangenem Oktober saniert der Verein Theatermühle Arisdorf das gegen 200 Jahre alte Bauernhaus, das der Verein ein Jahr zuvor erworben hat. Bereits in zwei Monaten sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein, ist doch die Premiere der Saison 2026 auf den 6. Juni terminiert. Letztlich wird ein Kleintheater zur Verfügung stehen, das im Baselbiet in dieser Form einzigartig sein wird und das nur dank Freiwilligenarbeit realisiert werden kann.
Vereinspräsident Michael Laubscher spricht vom Teamgeist der Mitglieder, welche die Idee zusammenbrachten, gemeinsam etwas zu erschaffen. Er habe im Rahmen des Projekts das Gegenteil von Vereinssterben feststellen dürfen. Die Aufbruchstimmung an der Vereinsversammlung, die einst den Kauf der Liegenschaft beschlossen hat, sei noch heute feststellbar. Dokumentiert wird dies dadurch, dass bereits mehr als 2500 Arbeitsstunden von insgesamt 30 Helferinnen und Helfern geleistet wurden. Laubscher sagt weiter, dass die Freude, sein Theater im eigenen Haus gestalten zu können, enorm gross sei.
Die Vereinsleitung wie auch die Bauchefinnen Sarah Thommen und Anita Schaub wissen, dass es sehr viel Mut brauchte, um das Haus im Winkel 11 zu kaufen. Dies im Wissen, dass die Finanzierung zu diesem Zeitpunkt noch nicht voll gesichert war. «Wir alle glaubten, dass es gut kommt, wenn wir Gutes tun», sagen Laubscher, Thommen und Schaub. Das Trio ergänzt, dass im Projekt keine öffentlichen Gelder stecken. Investiert worden seien ausschliesslich Vereinsund Privatgelder sowie Beiträge von Firmen.
Thommen und Schaub sprechen mit Begeisterung über die «Theatermühle». Sie beschreiben die bislang getätigten Bauarbeiten als pannenund unfallfrei. «Es läuft alles super, quasi Hand in Hand», sagt Thommen. Schaub weist darauf hin, dass der Charakter des Ökonomiegebäudes, wo einst die Scheune und der Stall untergebracht waren, beibehalten werde. Laubscher ergänzt, dass im Einsatz für die «gemeinsame Idee» Personen jeden Alters engagiert seien. «Rund zwei Drittel davon sind Frauen», sagt der Präsident stolz. Er erwähnt, dass die Altersspanne der Helferinnen und Helfer zwischen 30 und 80 Jahren liege.
Spendenziel fast erreicht
Aktuell werden im ehemaligen Wohnhaus Malerarbeiten ausgeführt sowie die WC-Anlagen, das «Beizli» und die Vereinsräume auf Vordermann gebracht. Die Bauchefinnen sagen zudem, dass ab Mitte Monat die Technik installiert wird. «Diesen Part führen Profis aus, wie das auch bei den Schreiner- und Zimmermannsarbeiten sowie im Sanitärbereich der Fall war.»
Der Mut des Vereins, der Geist unter den Mitgliedern und die erbrachten Leistungen dürften in drei Monaten bei der Premiere gewürdigt werden. Laubscher ist bereits jetzt dankbar für das Geleistete. «Glauben Sie mir: Rational hätte niemand dieses Projekt in Angriff genommen», sagt er rückblickend auf den Beginn des Projekts.
Das Spendenziel des Vereins von 65 000 Franken ist zu mehr als 80 Prozent erreicht worden. Als kantonal registrierter, gemeinnütziger Verein hofft dieser auf weitere Spenden.
www.theatermuehle.ch