Grösster Brennholzbetrieb mit neuem Werk
14.04.2026Das Familienunternehmen Jenni Holz AG zählt zu den grössten Produzenten von Brennholz in der Schweiz. Die von Samuel Jenni 1992 gegründete Firma beliefert Grossverteiler und Private mit Brennholz, das weitgehend aus öffentlichen und privaten Wäldern der Nordwestschweiz ...
Das Familienunternehmen Jenni Holz AG zählt zu den grössten Produzenten von Brennholz in der Schweiz. Die von Samuel Jenni 1992 gegründete Firma beliefert Grossverteiler und Private mit Brennholz, das weitgehend aus öffentlichen und privaten Wäldern der Nordwestschweiz stammt und zum Teil von zwei eigenen Forstequipen geerntet wird. Ein weiteres Standbein ist der Verkauf und die Lieferung von Holzpellets, die in grösseren Hobelwerken und Sägereien eingekauft werden.
2002 bezog das Unternehmen ein damals in der Schweiz einzigartiges Energieholzzentrum in Diegten; vor fünf Jahren wurde es durch eine neue Lager- und Trocknungshalle erweitert. Mit dem Werk 3, das im Juni 2025 in Betrieb ging, setzt die Firma erneut ein Zeichen ihrer Innovationskraft. Die neue Halle ermöglicht es, jährlich bis zu 20 000 Ster Rundholz zu Stückholz zu verarbeiten und in Karton zu verpacken. Sie ersetzt den bisherigen Standort im jurassischen Ederswiler, wo Jenni Holz AG eingemietet war und der Eigentümer eigene Bedürfnisse geltend machte.
Besonders stolz ist Seniorchef Samuel Jenni darauf, dass die Konstruktionsgrundlagen für das gesamte Projekt weitgehend von seinen Söhnen erstellt wurden, da es für solche Anlagen keinen Markt gibt. Mit Ausnahme der Spaltmaschine, die aus dem Werk Ederswiler übernommen wurde, sind alle übrigen Produktionsteile wie Förderbänder oder die Abfüllanlage als Herzstück nach eigenen Entwürfen grösstenteils firmenintern hergestellt und installiert worden. Wie die andern Bauten ist auch diese Halle aus Schweizer Holz gefertigt. In den vier Trockenkammern lassen sich je nach Jahreszeit bis zu 480 Ster Stückholz pro Woche trocknen; die neue Lagerhalle bietet Platz für rund 4000 Ster trockenes Loseholz.
Die Abfüllanlage ist gegenüber Ederswiler wesentlich leistungsfähiger, das Verpacken der Scheite in Kartons erfolgt nach wie vor manuell. «Es ist sehr schwierig, diese Arbeit zu automatisieren. Sie erfolgt jedoch gegenüber dem alten Standort sauberer, staubärmer und ergonomisch weniger belastend», erklärt Samuel Jenni. Mit Ausnahme einer einzigen Person haben sich ein Dutzend der früher im Jura Beschäftigten entschieden, nach Diegten zu übersiedeln, wobei die Firma deren Wohnungssuche unterstützt hat.
Dass Jenni Holz AG mit ihren rund 30 Mitarbeitenden grossen Wert auf Nachhaltigkeit legt, zeigt sich auch bei ihrem Neubau. Die Fotovoltaikanlagen auf den Dächern decken im Sommer einen hohen Teil des Energiebedarfs.
Um Umwelt und Ressourcen zu schonen, nutzt das Unternehmen zudem Holzausschuss als thermische Energie für die Holztrocknung. Aus dem Sägemehl lässt es hochwertige Holzpellets herstellen oder liefert es an die Spanplattenindustrie. Die moderne Fahrzeugflotte ist mit neuester Abgastechnik ausstattet und verfügt über eine eigene E-Ladeinfrastruktur. Um die Kundschaft auch zeitlich optimal zu bedienen, ist laut Samuel Jenni angesichts der sich stetig ändernden Wetterbedingungen «Just in Time» immer wichtiger. «Insbesondere in Übergangszeiten, wenn es plötzlich warm wird, kann der Absatz schnell einbrechen, bei tiefen Temperaturen aber auch schnell wieder anziehen. Dann sind ausreichende Lagerreserven entscheidend.»
Die Jenni Holz AG wird diesen Samstag, 18. April, von 10 bis 17 Uhr ihre Türen öffnen und Besucherinnen und Besuchern einen Rundgang durch Produktions- und Lagerhallen ermöglichen. Zudem erwartet die Besucher ein Festbetrieb, bei dem auch Familien mit Kindern willkommen sind. Ein ganz besonderes Highlight ist den geladenen Gästen und ganz speziell der Familie Jenni am Vortag vorbehalten. Samuel und Maya Jenni werden die Verantwortung über das Unternehmen an ihre älteren Söhne Fabian und Lukas übergeben, die künftig gemeinsam die Geschäfte der Jenni Holz AG führen werden.
Tag der offenen Tür
Samstag, 18. April, 10 bis 17 Uhr

