Gibt es für einmal Spannung für eine ganze Saison?
20.08.2026 Sport, Fussball2. Liga: Der FC Bubendorf startet am Samstag gegen den FC Wallbach-Zeiningen
wis. «Es war ja schon schön, dass wir so eine Vorrunde hatten», blickt Mischa Schäublin auf die vergangene 2.-Liga-Saison zurück. Sein FC Bubendorf musste in 13 Spielen ...
2. Liga: Der FC Bubendorf startet am Samstag gegen den FC Wallbach-Zeiningen
wis. «Es war ja schon schön, dass wir so eine Vorrunde hatten», blickt Mischa Schäublin auf die vergangene 2.-Liga-Saison zurück. Sein FC Bubendorf musste in 13 Spielen nur gerade 2 Niederlagen hinnehmen. Trotzdem betrug der Rückstand auf Überflieger Kleinhüningen im Winter schon sieben Punkte und die viertplatzierten Bubendörfer wussten: Die vordersten Ränge liegen bei dieser Konkurrenz ausser Reichweite. Positiv war selbstredend der Vorsprung von 10 Punkten auf Rang 6. Ganze 17 Punkte betrug er auf die Abstiegsplätze. Doch dieses Ruhekissen sorgt auch für das «ja schon» in Schäublins Antwort: Beträchtlicher Abstand gegen vorne, der Abstieg schon abgewendet – die Saison des FC Bubendorf war bei Mitte der Meisterschaft eigentlich schon vorbei.
Es war wie ein Déjà-vu für die Bubendörfer, die bereits im Vorjahr gut gestartet und bei Saisonmitte «sicher» waren, aber nicht um die Spitzenplätze mitspielen konnten. Als Ziel blieb nur noch der Basler Cup. Und im K.o.-Wettbewerb kassierte Schäublins Team die beiden schmerzhaftesten Niederlagen der letzten beiden Jahre: Zweimal qualifizierte sich der FCB für den Halbfinal, zweimal unterlagen die Oberbaselbieter im Penaltyschiessen 6:7. Damit konnte man das Saisonende in Bubendorf jeweils auf den 29. April, den Tag dieser Niederlagen, terminieren. Danach ging es um nichts mehr.
Schäublin verneint die Enttäuschung nach den Cup-Outs nicht, gewinnt der Phase aber auch Positives ab. Junge Spieler konnten an mehr Spielzeit wachsen. «Erfahrungen zu sammeln, kostet ganz einfach Punkte. Dies konnten wir uns in dieser Situation erlauben», sagt der Trainer, «ich bin froh, dass Spieler einen Entwicklungsschritt machen konnten.»
Nach den Abgängen von Eralp Dindar und Janis Eggimann ist Schäublin noch nicht sicher, wo sein Team im Vergleich zur Konkurrenz steht: «Rang 3 bis 5 ist unser Anspruch, aber wir haben keine Garantie, dass wir dort stehen werden.»
Am Samstag beginnt die Bubendörfer Saison in Wallbach (17.30 Uhr). Der Trainer ist überzeugt, dass sein Team in der Vorwärtsbewegung dynamischer und weniger ausrechenbar geworden ist. Zudem sei das Pressing gut und das Kollektiv könne hohe Ballgewinne erzwingen. Verbessern müsse das Team die Anfälligkeit auf Gegentore spät in Spielen – damit die Saison nicht nur bis im April dauert, sondern die Spitzenplätze auch im Frühsommer noch in Reichweite liegen sollen.
Kader 2026/27
Tor: Silas Ackermann (2005), Txapua Hasler (2003, neu, von Muttenz), Leandro Martins (1997, neu, 2. Mannschaft).
Verteidigung: Benjamin Bader (2006), Sinan Bloch (2006), Eduart Idrizi (2005), Manuel Jnglin (2003), Rouven Löw (2008, neu, Kickers Basel), Ermal Mazreku (2005), Nico Nachbur (2006), Valentin Pachlatko (2008), Alex Schärli (2000), Nicola Schöpfer (1996). Mittelfeld: Briag Adler (1995), Nicola Brügger (1994), Leart Haliti (2004), Mattia La Banca (2004), Joel Richner (2003), Nico Simon (1993), David Spescha (1999), Noah Wirz (2007), Gregory Wyttenbach (1995).
Sturm: Fabian Frey (1997), Michael Lohner (1998), Deniz Manis (2007, neu, Muttenz), Boas Tschopp (2001).
Staff: Mischa Schäublin, Oliver Bühler, Stephan Gutknecht (beide Assistenten), Kris Wenger (Torhütertrainer)
