Konzert mit der Viola organista – einem Instrument nach den Entwürfen von da Vinci
vs. Leonardo da Vinci gilt als Inbegriff eines Universalgenies. Er war ein herausragender Maler, Erfinder, Anatom und Ingenieur. Neben vielem anderen findet sich in seinen ...
Konzert mit der Viola organista – einem Instrument nach den Entwürfen von da Vinci
vs. Leonardo da Vinci gilt als Inbegriff eines Universalgenies. Er war ein herausragender Maler, Erfinder, Anatom und Ingenieur. Neben vielem anderen findet sich in seinen Skizzen auch der Entwurf eines besonderen Instruments: der Viola organista. Das tastengesteuerte Streichinstrument kombiniert die Klaviatur eines Cembalos mit der Tonerzeugung von Streichinstrumenten, was zu einem satten, gamben- oder orgelartigen Klang führt. Da Vincis Konzept basierte auf einer frühen Form der Drehleier. Insgesamt fertigte er acht verschiedene Entwürfe an.
Vor über 500 Jahren entworfen, wurde die Viola organista zu da Vincis Lebzeiten jedoch nie gebaut. Der polnische Cembalist und Instrumentenbauer Slawomir Zubrzycky setzte die Idee Jahrhunderte später um und baute das Instrument anhand der historischen Skizzen nach. Den besonderen Klang live zu erleben, ist eine seltene Gelegenheit: Gleich zwei dieser Instrumente werden am 12. November in der Stadtkirche Liestal zu hören sein. Gespielt werden sie von der Organistin, Pianistin und Cembalistin Magdalena Malec sowie von Zubrzycky selbst.
Mit der Sopranistin Andrea Suter haben die beiden ein Programm zusammengestellt, das die Besonderheiten der Viola organista aufgreift und zugleich Bezug auf ihren genialen Schöpfer nimmt. Von «Frottole» aus da Vincis Zeit bis zu einem Fragment aus Arnold Schönbergs zweitem Streichquartett in fis-Moll op. 10 eröffnet sich eine Welt, in der der Geist verschiedener Genies aufblitzt.
«Geniestreiche», Donnerstag, 12. November, 20 Uhr, Stadtkirche Liestal. Konzert der Reihe «Stimmen zu Gast».