Wo Hufeisenwerfen eine Heimat hat
wis. Wenn die richtigen Menschen die richtigen Dinge richtig anpacken, ist in kurzer Zeit vieles möglich: Vor zwei Jahren traf Beat Buser in den Ferien auf Sizilien Markus Wiedmer. Dieser erzählte dem Eptinger Bauern und ...
Wo Hufeisenwerfen eine Heimat hat
wis. Wenn die richtigen Menschen die richtigen Dinge richtig anpacken, ist in kurzer Zeit vieles möglich: Vor zwei Jahren traf Beat Buser in den Ferien auf Sizilien Markus Wiedmer. Dieser erzählte dem Eptinger Bauern und Handholzer-Chef, dass er Hufeisen werfe. Bald besuchte eine Vereinsdelegation den Ostschweizer – und war von der uramerikanischen Sportart begeistert. Die Zweigabteilung «Huef Iise Wärfer Bölcheblick» war gegründet. Ein Wettkampfplatz mit drei Bahnen ist auf Busers Hof Steinägerten entstanden.
«Nun sind wir im zweiten Jahr mit 22 Mitgliedern bereits der grösste Verein der Schweiz und tragen heute mit der Qualifikation zur Schweizermeisterschaft unser erstes Turnier aus», sagt Buser am vergangenen Sonntag bei strahlendem Sonnenschein. Das Wettkampfbüro inklusive Bildschirm, auf dem die Ranglisten und Tableaus ersichtlich sind, ist im Schatten unter einem Baum am kühlsten Platz untergebracht. In der Turnierbeiz schwitzen die Vereinsmitglieder zwischen Fritteuse, Grill und Tiefkühler, der mit der Glace die wichtigste Nebensache dieses heissen Tages bereithält.
Die übrigen Clubs aus der Schweiz sind zu Besuch. Bei sechs Trägervereinen des nationalen Verbands hat jede Sektion ihre Farbe. Rote Berner und grüne Lysser sind klar von grauen St. Gallern zu unterscheiden, auch wenn sie sich beim geselligen Beisammensein in familiärer Atmosphäre im kleinen Festzelt mischen. Und seit Beat Buser in den Ferien Markus Wiedmer angetroffen hat, prägen nicht zuletzt die vom Handholzen bekannten gelben Eptinger das Bild – und teilweise auch die Rangliste: «Bölcheblickerin» Sabine Scholer wurde bei den Frauen im «American» Erste.