Gegen die Übermacht gestemmt
15.09.2026 Sport, UnihockeyWaldenburg Eagles – Red Ants Winterthur 0:21 (0:7; 0:9; 0:5)
Mehrere Nationalspielerinnen sorgten im Cup-Spiel am Sonntag in Oberdorf für internationales Unihockey-Flair. Gegen das Spitzenteam Red Ants Winterthur blieb den Waldenburg Eagles beim 0:21 der erhoffte Ehrentreffer ...
Waldenburg Eagles – Red Ants Winterthur 0:21 (0:7; 0:9; 0:5)
Mehrere Nationalspielerinnen sorgten im Cup-Spiel am Sonntag in Oberdorf für internationales Unihockey-Flair. Gegen das Spitzenteam Red Ants Winterthur blieb den Waldenburg Eagles beim 0:21 der erhoffte Ehrentreffer verwehrt.
Thomas Ditzler
Am Ende blieb die «Null» bei den Waldenburg Eagles auf der Anzeigetafel stehen. Die Oberbaselbieterinnen gingen als Zweitligistinnen am Sonntagabend als krasse Aussenseiterinnen in das Cup-Duell gegen das Spitzenteam der Red Ants Winterthur. Die Partie gegen eines der besten Teams der Schweiz war das zu erwartende Duell der Gegensätze. Die Gäste aus Winterthur spielen drei Ligen höher als die Waldenburgerinnen und haben in ihren Reihen mehrere Nationalspielerinnen. Entsprechend setzten sich die Favoritinnen im Sechzehntelfinal mit 21:0 deutlich und diskussionslos durch.
Der Ausgangslage waren sich die Eagles im Vorfeld der Partie durchaus bewusst gewesen, entsprechend formulierte Eagles-Trainer Bruno Hirschi seine Ziele für diese Partie: «Wir wollten möglichst kompakt stehen, bei unseren Entscheidungen im Spiel stets kühlen Kopf bewahren und Freude im Spiel zeigen.» Das erste Tor der Red Ants liess jedoch nicht lange auf sich warten. Bereits nach 55 Sekunden eröffnete Ida Sundberg, langjährige Kapitänin des schwedischen Nationalteams, den Torreigen.
Weltmeisterin trifft
Bis zur ersten Pause erhöhten die Winterthurerinnen auf 7:0. Mit der Finnin Sara Piispa und der Deutschen Michelle Siedenberg reihten sich weitere Nationalspielerinnen in die Torschützinnenliste ein. Bis zum Ende des zweiten Drittels konnten die Red Ants die Führung bereits auf 16:0 ausbauen. Für das zwischenzeitliche 15:0 war mit der Schweizer Nationalspielerin Marcia Wick gar eine amtierende Weltmeisterin besorgt.
Die Eagles-Spielerinnen waren in der Partie über weite Strecken damit beschäftigt, den eigenen Torraum zu verteidigen und die Abschlüsse der Gegnerinnen zu blocken. «Wir konnten viele Schüsse abwehren», freute sich Eagles-Trainer Hirschi. Der spielerischen Klasse der Winterthurerinnen musste sich das Heimteam dennoch Mal für Mal beugen.
Erfreut zeigte sich Hirschi darüber, dass seine Spielerinnen vereinzelt offensiv agieren konnten. Diese Aktionen honorierte das Publikum jeweils sofort mit Applaus. Zu mehr als acht Abschlüssen Richtung Red-Ants-Torhüterin Livia Werz reichte es dennoch nicht – zu gross war der Druck von Piispa und Co. Während Zoe Kläy (4 Tore), Sara Piispa und Melea Brunner (je 3) aufseiten der Gäste zu den Top-Torschützinnen zählten, resultierte aus den Abschlussversuchen von Valérie Louise Wyss (40. Minute), Ursula Strub (42.) oder Seraina Hugentobler (51.) nichts Zählbares. «Ein Torerfolg wäre ein schöner Abschluss für uns gewesen. Wir haben es versucht. Schade, dass es nicht geklappt hat», bilanzierte Hirschi.
Den Waldenburgerinnen bleibt letztendlich einzig die Gewissheit, gegen eines der besten Unihockeyteams bis zum Schluss an den Ehrentreffer geglaubt zu haben. Sinnbildlich die Szene sieben Sekunden vor Schluss, als Hugentobler und Mirjam Schweizer mit vereinten Kräften den Ball zurückerobern konnten. Für einen weiteren Abschluss fehlte aber nicht nur die Zeit, sondern, wie über die ganze Partie gesehen, auch das benötigte Durchsetzungsvermögen. Damit stand die «Waldenburger Null» auf der Anzeigetafel bis zum Schlusspfiff.
TELEGRAMM
Eagles – Red Ants Winterthur 0:21 (0:7; 0:9; 0:5). Sporthalle: Oberdorf. Schiedsrichter: Gasser, Hiltbrunner. Zuschauer: 90.
Eagles: Turnsek (20. Ammann); Gass, Hugentobler, D. Rudin, N. Rudin, Lützelschwab, Wüthrich, Rüegger, Wyss, Frei, Vögelin, Iberg, Strub, L. Schweizer, Müller, M. Schweizer.
Red Ants: Werz; Hangartner, Habersatter, Hohl, Stadelmann, Odermatt, Sundberg, Brunner, Kläy, Überschlag, Behluli, Fleischlin, Piispa, Wick, Carbogno, Suter, Hartmeier, Baumann, Nussbaumer, Siedenberg, Thomsen.


