Eröffnungsfeier mit musikalischen Premieren und regierungsrätlichen Glückwünschen
td. Wer zu einer Geburtstagsfeier eingeladen ist, kommt bekanntlich nicht mit leeren Händen. Dies nahm sich auch Zunzgens Gemeindepräsident Hansruedi ...
Eröffnungsfeier mit musikalischen Premieren und regierungsrätlichen Glückwünschen
td. Wer zu einer Geburtstagsfeier eingeladen ist, kommt bekanntlich nicht mit leeren Händen. Dies nahm sich auch Zunzgens Gemeindepräsident Hansruedi Wüthrich zu Herzen, als er sich anlässlich der Eröffnungsfeier des Tenniker Dorffestes am Freitagabend mit seinen Grussworten an sein Tenniker Pendant Thomas Grüter und die zahlreichen Dorffest-Besucherinnen und -besucher richtete.
Das Gebiet «Bäbelimatt», das für Tenniken von Bedeutung sei, jedoch auf Zunzger Boden liege, könne er nicht einfach an den Nachbarn abtreten. «Ausser ihr würdet uns im Gegenzug Bauland überlassen», meinte Wüthrich schmunzelnd. Weil seine Tenniker Amtskollegen jeweils neidvoll auf die Zunzger Pins am Sakko der Zunzger Gemeinderäte äugten, schenkte Wüthrich seinem Tenniker Kollegen ein Set mit Tenniker Pins. Neben einem finanziellen Zustupf an den Spielplatzbau beschenkte der Zunzger Gemeindepräsident seinen Kollegen mit einer Kappe, angelehnt an jenes Modell, das Bundesrat Guy Parmelin an der Fussball-WM trug.
Tenniker Marsch und Lied
Anstatt «Switzerland Great Since 1291» zierte Grüters Modell die Inschrift «Tenniken Great Since 1226». Damit Grüter mit seinem neuen Kopfschmuck an diesem Abend aber nicht alleine blieb, zauberte Wüthrich kurzerhand eine zweite Kappe aus seiner Tasche mit der Inschrift «Zunzgen Great Since 1323».
Neben der abschliessenden Rede des Nachbarn aus Zunzgen kamen die Dorffest-Besucherinnen und -Besucher bei der Eröffnungsfeier in den Genuss zweier Welturaufführungen, wie es Tennikens Präsident Grüter bezeichnete. So trug der Chor «… ma non troppo» das «Tenniker Lied» vor und der Musikverein Tenniken begeisterte das Publikum mit dem neuen «Tenniker Marsch».
Neben der Begrüssung durch OK-Präsidentin Marianne Iberg überbrachte Bildungsdirektor Markus Eigenmann die Glückwünsche der Baselbieter Regierung. Ein Jubiläum sei immer auch ein Moment, um zurückzublicken und auf das Erreichte stolz zu sein, sagte Eigenmann und fügte an, dass die Gemeinde mit der geplanten Spielplatzsanierung auch ein Zeichen für die Zukunft der Gemeinde setze. «Dies ist gelebte Nachhaltigkeit», so Eigenmann. Der offizielle Eröffnungsakt bildete am Freitagabend den gebührenden Startschuss für die dreitägigen Feierlichkeiten.
VOLKSOHR
Ein Dorffest ist auch eine Gelegenheit, das hiesige Schaffen zu würdigen und zu präsentieren. So auch in Tenniken. Nur beim Alkoholischen wurde der Begriff «regional» etwas grosszügiger ausgelegt. Beim Eröffnungsapéro wurde den geladenen Gästen Weisswein aus Perroy kredenzt. Perroy? Liegt bekanntlich am Genfersee und damit nicht unbedingt dort, wo der Tenniker Kirchturm noch am Horizont auszumachen ist. Im Vergleich dazu war das Bier aus Rheinfelden schon beinahe ein Tenniker Lokalprodukt. Dass dieses aus der wenig festlichen Büchse geschlürft wurde, tat der Feierlaune in Tenniken keinen Abbruch.