Mit der «Chluuri»-Verbrennung ging die Fasnacht zu Ende
«Aadie Chluuri, aadie Fasnecht», hiess es am Donnerstag einmal mehr zum Abschluss der Sissacher Fasnacht, als das «Chluuri» unter den Klagelauten der Aktiven den Flammen übergeben wurde.
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Mit der «Chluuri»-Verbrennung ging die Fasnacht zu Ende
«Aadie Chluuri, aadie Fasnecht», hiess es am Donnerstag einmal mehr zum Abschluss der Sissacher Fasnacht, als das «Chluuri» unter den Klagelauten der Aktiven den Flammen übergeben wurde.
Schiebedächli
Mit den Abschlussworten des Grabredners und der anschliessenden Verbrennung des «Chluuris» fand am Donnerstag auf der Allmend die diesjährige Fasnacht ihr Ende. Noch am frühen Abend hatte sich das «Chluuri» als eine Exklusivität der Sissacher Fasnacht mit seinem Kampfgewicht von 6,5 Tonnen und seinen fast 7,5 Metern Höhe in voller Pracht vor dem Dorfbrunnen beim Gemeindehaus der Öffentlichkeit präsentiert.
Um punkt 19.30 Uhr setzte sich der Trauerzug mit der von einem Traktor gezogenen Figur und begleitet von den Klängen der vereinigten Cliquen und Guggen via Rheinfelderstrasse Richtung Richtplatz auf der Allmend in Bewegung, wo das Chluuri schliesslich dem Feuer übergeben werden sollte. Zahlreiche in weisse Laken gehüllte und bitterlich weinende Fasnächtler reihten sich in den Trauerzug ein und schüttelten heftig mit ihren Kässeli, um von den Schaulustigen einen Obolus zugunsten der Fasnachtsgesellschaft zu ergattern.
Dieses Jahr kam der Eishockeylegende Kevin Schläpfer, stellvertretend für alle Sissacher Sportlerinnen und Sportler, welche die Jugend begleiten und das Dorf in die weite Welt tragen, die Ehre zu, unter lautem Applaus auf dem Richtplatz in den «Chluuri»-Himmel steigen zu dürfen (siehe «Volksstimme» vom Freitag).
Bevor das «Chluuri» sich lichterloh vom Zeitlichen verabschiedete, ging der anonyme Grabredner mit seiner sonoren Stimme auf einige Vorkommnisse und Gegebenheiten der diesjährigen Fasnacht ein, «der grössten Fasnacht im Kanton», wie er unterstrich. Dabei vergass er nicht, den Organisatoren, den Helferinnen und Helfern und dem Werkhofteam für ihren «grossen Einsatz» zu danken.
Dann hiess es alsbald, schwermütig Abschied zu nehmen und um Punkt 20.45 Uhr verlor das «Chluuri» unter Gejohle den lichterloh brennenden Kopf. «Aadie Chluuri, aadie Fasnecht.»