Die Tribute-Band «live / wire» brachte «AC / DC»-Rock ins «Marabu»
Zwei Stunden Vollgas, donnernde Riffs und ein äusserst entzücktes Publikum: Die Nordwestschweizer Band «live / wire» verwandelte das «Marabu» in Gelterkinden in ...
Die Tribute-Band «live / wire» brachte «AC / DC»-Rock ins «Marabu»
Zwei Stunden Vollgas, donnernde Riffs und ein äusserst entzücktes Publikum: Die Nordwestschweizer Band «live / wire» verwandelte das «Marabu» in Gelterkinden in ein «AC / DC»- Konzert der Extraklasse.
Thomas Gubler
Es war ein besonderer Anlass mit einer besonderen Band am Samstagabend im voll besetzten Gelterkinder «Marabu». Die Nordwestschweizer «AC / DC»-Tribute-Band «live / wire» begeisterte im Oberbaselbieter Kultlokal ein Publikum, dessen Altersspektrum von U30 bis Ü60 reichte. Kurz: Die fünf Jungs – so ganz jung sind sie allerdings nicht mehr – gaben zwei Stunden lang alles, und das Publikum dankte es ihnen mit schier endlosem Applaus.
Los legten sie mit «Flick of the Switch», dann gings querbeet durch das Repertoire der schottisch-australischen Kultband um Angus und Malcolm Young und Leadsänger Brian Johnson. So folgten «Hell ain’t a Bad Place to Be», «Thunderstruck», «Girls Got Rhythm», «Back in Black» und der erste Höhepunkt «Highway to Hell».
Nach einer Stunde war Pause, bevor es mit dem zweiten Teil des Sets im selben Stil weiterging. Dabei wechselten sich bekannte Hits wie «Hells Bells» oder «Shoot to Thrill» mit weniger bekannten Songs aus dem schier unerschöpflichen «AC / DC»-Reservoir ab. Den Schwerpunkt des Programm bildete dabei das «schwarze Album» von «AC / DC» mit dem Titel «Back in Black», die erste Platte mit Sänger Brian Johnson, der 1980 für den verstorbenen Bon Scott zur Band stiess.
Die Nordwestschweizer Tribute-Band liess in Gelterkinden keine Wünsche offen. Da waren der charismatische Sänger Däny, der quasi ab dem ersten Takt das Publikum in der Hand hatte, und der Leadgitarrist und «Angus»-Darsteller «Cello», der sich punkto Virtuosität vor seinem grossen Vorbild nicht zu verstecken braucht. Sie sorgten für die grosse Show: Däny, der Entertainer und «Cello», der «Hexenmeister» an der Gibson SG.
Da waren aber auch Adi an der Rhythmus-Gitarre, der wie ein Uhrwerk spielte, Beat am Bass und Ronny am Schlagzeug, die den Soundteppich legten und so den beiden Frontleuten ihre Ausritte ermöglichten.
Begnadete Hardrocker
Apropos Ausritte: Der stimmgewaltige Däny kannte gegenüber dem Publikum keine Berührungsängste und begab sich bei den Zugaben direkt ins Publikum, um mit einer Runde Fans den Klassiker «T.N.T» zu intonieren. Nach «The Jack» folgte schliesslich die natürliche Schlussnummer «For Those About to Rock (We Salute You)», auf die keine weiteren Zugaben mehr folgen durften. «live / wire» hat sich am Samstagabend zweifellos im Oberbaselbiet eine Fangemeinde erspielt. Und es würde nicht erstaunen, wenn den fünf begnadeten Hardrockern im Dezember der eine oder die andere nach Pratteln folgen würde, wenn «live / wire» im «Z7» auftritt. Denn viel Besseres als die «AC / DC»-Tribute-Band dürfte zurzeit auf dem Gebiet des harten Rocks in der Schweiz kaum zu hören sein.