Künstler Hans Jörg Rickenbacher zählt in Zukunft auf Spendengelder
Seit drei Jahren gehört das Fackelbild zwischen Weihnachten und Neujahr zu Läufelfingen. Der Künstler hinter dem Projekt, Hans Jörg Rickenbacher, muss dafür jeweils Hunderte ...
Künstler Hans Jörg Rickenbacher zählt in Zukunft auf Spendengelder
Seit drei Jahren gehört das Fackelbild zwischen Weihnachten und Neujahr zu Läufelfingen. Der Künstler hinter dem Projekt, Hans Jörg Rickenbacher, muss dafür jeweils Hunderte von Franken in die Hand nehmen. Er hofft auf mehr finanzielle Unterstützung aus der Bevölkerung.
Janis Erne
Zwischen Weihnachten und Neujahr wird es oberhalb von Läufelfingen wieder brennen. Feuerkünstler Hans Jörg Rickenbacher und seine Helfer entzünden dann im vierten Jahr in Folge ein Fackelbild. Dies zieht jeweils viele Zuschauer an. Doch heuer hätten sie fast auf das Spektakel verzichten müssen, denn «Ricki» spielte mit dem Gedanken, dieses Mal kein Fackelbild zu bieten.
Grund dafür ist die Finanzierung. Die Fackeln kosten nämlich eine Stange Geld. Der Künstler braucht jeweils mehrere Hundert davon – 2020 waren es 1300 Stück. Bei einem Stückpreis von rund 2 Franken kommen also gut und gerne 2500 bis 3000 Franken zusammen. «Ich möchte das Fackelbild nicht jedes Jahr grösstenteils aus dem eigenen Portemonnaie bezahlen», sagt «Ricki».
Es nicht durchzuführen, hätte der 69-Jährige allerdings auch nicht über das Herz gebracht. Hat das Fackelbild in seinen Augen doch «sozial-gesellschaftlichen Charakter». «Ricki» denkt dabei insbesondere an die Bewohnerinnen und Bewohner des Altersheims. Denn diese waren der Grund, weshalb er das Kunstprojekt während der Coronavirus-Pandemie überhaupt ins Leben gerufen hat: «Als die Bewohner keine Angehörigen mehr empfangen durften und einsam waren, wollte ich mit dem Fackelbild symbolisieren, dass wir an sie denken.»
Nun ist «Ricki» die Kultusstiftung des Oberen Homburgertals zur Seite gesprungen. Deren Präsident Marco Gürber habe sich «enorm» dafür eingesetzt, dass die Stiftung das diesjährige Fackelbild finanziell absichert, sagt der Künstler zur «Volksstimme». Die Hilfe ist Gold wert für ihn, denn der Verein «Läufelfingen pro.aktiv» unterstützt das Fackelbild «lediglich» noch alle zwei Jahre, wie der Läufelfinger sagt.
Zusätzlich macht er öffentliche Spendenaufrufe. 2021 sei so ein «ansehnlicher» Betrag zusammengekommen – 2022 allerdings nur noch die Hälfte davon. Nun hofft «Ricki», dass es dieses Mal wieder mehr Spenden geben wird.
Motiv bleibt geheim
je. Das Fackelbild des Läufelfinger Künstlers Hans Jörg Rickenbacher stellt jedes Jahr ein anderes Motiv dar. Gestartet hat er 2020 mit einem Weihnachtsbaum. Es folgten 2021 ein Engel und 2022 – im Jahr, als der Ukraine-Krieg ausgebrochen ist – eine Friedenstaube. Was es dieses Mal sein wird, will «Ricki» nicht verraten: «Es soll eine Überraschung sein.» Das Fackelbild wird jeweils am Waltenhang – vom Dorf aus also in Richtung Eptingen blickend – aufgebaut und entzündet. Spendenangaben sind im aktuellen Mitteilungsblatt der Gemeinde Läufelfingen zu finden.